Wie kann es Male Loneliness geben, in der sich Männer beschweren, dass sie keine Frauen finden, wenn es doch mehr Frauen auf der Welt gibt? Das bedeutet doch, dass es mehr Frauen ohne heterosexuelle Beziehungen gibt, und die jammern auch nicht so laut im Internet.
Feminist Monday #4
Frauen stellen mehr als die Hälfte der Weltbevölkerung und doch drehen sich die Nachrichten oft nur um das Schaulaufen machthungriger Männer. Daran wird sich jetzt etwas ändern!
Jeden Montag berichte ich euch Feminist News – Nachrichten, die FLINTA* betreffen. Damit wir die Welt so sehen, wie sie ist.
USA / Kalifornien – kostenlos Menstruationsprodukte an öffentlichen Schulen
Finanzielle Anerkennung von Care-Arbeit
Good News #5
Schlechte Nachrichten kann jeder. Hier gibt’s positive, überraschende und manchmal kuriose Meldungen aus aller Welt als kleinen Sonnenstrahl.
Island setzt auf Grün
In Island wird fast der gesamte Strom aus erneuerbaren Quellen erzeugt, und über 80 % der Wärmeversorgung laufen über Geothermie und Wasserkraft – ein Vorbild, wie Energie auch anders gehen kann.
Orcas schenken „Beute“ an Menschen
In mehreren Ländern wurden wild lebende Orcas beobachtet, wie sie tote Tiere – Fische, Vögel, manchmal auch Schildkröten – an Menschen übergaben. Als kleine „Geschenke“ quasi. Forscher*innen sehen darin Anzeichen von Intelligenz, Interesse & sozialem Verhalten über Artgrenzen hinweg. (Klingt echt wie ein Wal-Kater-Geschenk – „Hier Mama, hab Fisch mitgebracht.“)
Good News aus dem Landkreis
Manchmal sind die “Kleinen” die ganz Großen: Im Landkreis Cham wurden die leistungsstärksten Mittelschüler:innen ausgezeichnet – und beim Wettbewerb „Handwerk – Bau deine Idee“ haben junge Tüftler:innen mit selbst gefertigten Werkstücken gezeigt, was in ihnen steckt.
Das ist der Beweis: Kreativität, Fleiß und Mut zum Machen sind schon früh die beste Investition in die Zukunft. 💚
Hast du auch gute Nachrichten, die du teilen willst? Lass es mich gern wissen!
Schulstart: Zwischen Nabelschnur und Selbstständigkeit
In Bayern haben wir nun auch die erste Schulwoche in diesem Jahr geschafft und ich weiß nicht, wie es den anderen Eltern da draußen geht, aber ich brauch dringend starke Drinks auf einer einsamen Insel.
Trotz allem ist es ein großartiges Gefühl, diese klitzekleinen Geschöpfe, die aus einem schlüpfen, wachsen, gedeihen und ihren eigenen (unfassbar starken) Willen entwickeln zu sehen.
Unseres zeigt in den letzten Wochen einen starken Drang, selbstständig zu werden – was mir als Mama oft genug nicht gefällt. Die Nabelschnur wurde bei der Geburt physisch gekappt, aber emotional sind damit weder ich noch Max wirklich durch.
Das zeigt sich in den kleinen bekannten Alltagsdramen: Ich stehe an der Tür, rufe „Zieh deine Jacke an!“, und bekomme als Antwort nur: „Mir ist nicht kalt!“ – Ja, aber mir doch! 🤦♀️
Spätestens da wird klar: Selbstständigkeit bedeutet auch, dass ich lernen muss loszulassen – und gleichzeitig sicherzugehen, dass sie alles dabei hat, was sie braucht.
Unsere kleine Checkliste für unterwegs
- 🧢 Käppi – schützt vor Sonne (und gibt Bonuspunkte in Sachen Style).*
- 💧 Flasche – am besten wiederverwendbar, nachhaltig, keine Einwegmistflasche.*
- 🧥 Jacke – weil Mamas frieren immer für zwei.*
So banal diese Dinge klingen – vergisst man eins davon, merkt man sofort, wie wichtig es ist.
Warum ich auf den Avocadostore schwöre
Praktisch: All das (und gefühlt noch 350.000 andere Produkte) gibt’s beim Avocadostore.*
Egal ob Hautfarbenstifte* zum Malen, nachhaltige Kleidung*, Spielsachen*, Geschenke*, Make-Up*, Yogamatten* oder sogar Tierbedarf* – dort gibt’s wirklich alles in grün. Kein Greenwashing, sondern echte Eco-Produkte von großen Marken und kleinen Labels, die man sonst gar nicht findet.
Sicherheit & Freiheit: die Xplora X6 Play (2. Gen.)
Und weil Max bei aller Selbstständigkeit doch seine Rückversicherung braucht, haben wir uns für die Kinder-Smartwatch Xplora X6 Play (2. Gen.)* entschieden.
Damit kann sie telefonieren, Nachrichten schreiben, GPS-Standort teilen, wir können den Schulmodus einschalten (damit in der Schule nix ablenkt) und sie hat trotzdem keinen offenen Zugang zu Social Media.
Für uns Eltern ein Stück Sicherheit, für sie ein Stück Freiheit.
Damit bin ich startklar für Woche zwei – mit etwas weniger Nabelschnur, dafür mit mehr Vertrauen, Technik und ganz viel Mama-Humor.
* Hinweis: Manche Links sind Affiliate-Links. Kaufst du darüber ein, landet ein kleiner Beitrag in der Pfauenhof-Kaffeekasse. Für dich bleibt alles gleich – für mich bedeutet es Unterstützung. Danke! 💚
Pfauenhof News #5
Hier kommt dein Pfauenhof News Update!
Da der Pfauenhof ein Gemeinschaftsprojekt ist, dürft ihr gern wissen, was hier los ist.
Bildungsdrama erster Klasse

Willkommen zurück im Irrenhaus, äh, Bildungszirkus: Das Kind hat die Manege „Schule“ betreten. Mama steht am Rand, jongliert zwischen Brotdosen, Hausaufgaben und Nerven – und fragt sich, ob sie bereit ist als Zirkuspferd aufzutreten.
Stalldrama, die Drölfzigste
Währenddessen geht’s im Garten weiter: Nach dem wetterbedingten Reinfall letzte Woche ist der alte Kasten nun endlich abgebaut. Die Einzelteile liegen dekorativ verteilt und warten nur noch auf den großen Auftritt als Hochsicherheitsknast. Fehlt eigentlich nur noch der Stacheldraht.

Urzeitdrama – Legendenstatus
In der Rubrik Urzeitdrama glänzt Raptorendame Amelie. Sie hat jetzt offiziell Legendenstatus, denn auch sie legt endlich Eier. Shela zeigt sich als erstklassige Hühnerhüttehündin und macht ihrem Jobtitel alle Ehre.

Pflegedrama
Nicht ganz so erheiternd: Der medizinische Dienst entscheidet gerade mal wieder über die Erhöhung von Opas Pflegegrad. Spannung pur, nur ohne Applaus.
zukünftiges Drama
Und weil es ohne Zukunftsvisionen nicht geht: Irgendwo zwischen Teichträumen, Schildkrötenplänen und Barracuda-Fantasien basteln wir schon am nächsten Kapitel. Vermutlich lacht außer mir niemand drüber – aber besser nur eine als gar niemand.
Wie wir zu einer KFC-Filiale im Garten kamen
Vor nicht ganz einem Jahr besuchten wir wieder eine Freundin und während ich mich mit ihr unterhielt, beobachteten Max und unser Kind begeistert die Hühner in ihrem Garten.
Hühner sind schon ein tolles Volk: Nicht besonders helle, aber immerhin quasi die Nachfahren von Dinosauriern. Wer findet Dinos bitte nicht cool?! Und so erlagen sie innerhalb kürzester Zeit dem Charme dieser gefiederten Mini-Raptoren.
Bereits auf dem Heimweg ging es los: „Die sind so süß!“, „Hast du gesehen wie…“, „Die legen Eier!“ Ja, ach ne. Hühner legen Eier, haben Federn und scharren lustig in der Erde. Ganz neue Einsichten.
Immer wieder erklärte ich ihnen mit Engelsgeduld, dass Hühner nicht nur posierlich sind, sondern auch viel Arbeit machen, einen Stall brauchen, den ganzen Garten in einen Acker verwandeln und so weiter. Keine Chance.
„Bitte! Nur ein einziges!“
Nach zwei Wochen Psychofolter gab ich also nach. Eine Henne allein ist Tierquälerei, also brauchen wir zwei. Aber nicht mehr, kein Hahn und ich kümmere mich nicht darum!
Großer Jubel bei meiner Familie und ich sagte meiner Freundin Bescheid. Wenn ihre Hühner wieder brüten, darf sie uns auch zwei Hennen reservieren.
Es kam der Winter und endlich wurde es wieder Frühling. Mit den wärmenden Sonnenstrahlen kam auch die Nachricht, dass es ein neues Gelege gibt. Ich informierte meinen Mann und bekam zur Antwort ein überraschtes Gesicht. „Wie? Warum Hühner? Hätten wir darüber nicht erst einmal sprechen sollen?!“
Na, super! Das begann ja schon großartig. Mein Kopf explodierte. Wie ein Vulkan ergoss ich Feuer und heiße Lava auf alles um mich herum und verteilte Aschewolken über den Himmel. Ich war dezent angefressen.
Immerhin half diese kurzzeitige Sonnenverdunklung der Erinnerungsfähigkeit meines Göttergatten und das Kind begann zu jubeln.
Nach 21 Tagen war es endlich so weit: Die Küken schlüpften. Allerdings nur drei aus zehn Eiern. Dafür wirklich süße kleine Flauschbälle.

Wieder wurde überlegt und diskutiert und schließlich beschlossen wir alle drei zu nehmen – wenn nur mindestens zwei davon Mädchen waren.
Während die Babys wuchsen und ihre Mama auf Trab hielten, machten Max und das Kind Pläne für einen Hühnerstall. Als sie nach ungefähr drei Monaten schließlich zu Teenies wurden, waren meine Freundin und ich uns sicher: Die beiden dunklen sind eindeutig Mädels, der silberne ist definitiv ein Kerlchen.

Ich kaufte also einen Stall und baute ihn auf, damit am folgenden Tag Konrad, Frieda und Christl, a.k.a. KFC, einziehen konnten.
Ja, es ist einfach wunderbar: Sie sind verschmust, haben Flauschepopos und bringen Stimmung in den Garten. Besonders schön auch der Moment, als ich bei geöffneter Terrassentür auf der Couch einschlief und geweckt wurde, weil mich ein Huhn von der Rückenlehne herab ankackte. Ja, doch – ich hab sie in mein Herz geschlossen.

Doch dann passierte es: Das erste Krähen. Na, ja. Bei einem Hahn muss man damit rechnen. Und irgendwie war das anfängliche Stimmbruchgekrächze auch ehrlich gesagt schon witzig. Bis ich bemerkte: Das war nicht Konrad. Das war Frieda. Äußerlich gab es noch nicht viel Unterschied, nur dass Konrad am stämmigsten war.

Die nächste Zeit wurde zur Zitterpartie. Hoffentlich fängt Konrad nicht auch an. Hoffentlich stellt sich raus, dass Konrad eine Henne ist.

Während Frieda nun einen Wachstumsschub machte, sein Kamm schwoll, das Gefieder sich ausbildete, sein Krähen sich festigte, wurde es immer deutlicher: Konrad war tatsächlich eine wunderschöne junge Dame. Dafür machte Christl dieselben Veränderungen durch wie Frieda. Frieda wurde ein testosterongetränkter Alpha-Gockel – und Christl sein bodybuildender Wingman.

Großartig. Einfach großartig.
Henne Konrad war nun also allein mit den zwei Hähnen Frieda und Christl, die jeder für sich genug Testosteron für einen Zuchthengst hatten. Ich als Frau wollte ihm/ihr das nicht antun, also wurde wieder der Familienrat einberufen und beschlossen, wir brauchen noch mindestens eine weitere Henne. Damit diese aber möglichst stressfrei in die bestehende Gruppe integriert werden kann, sollten immer zwei sich bekannte Tiere zusammen neu ankommen. Also zwei Hennen.
Wir fuhren also bei der nächsten Gelegenheit auf den Markt des Kleintierzuchtvereins und durchsuchten zwischen alten Männern auf der Suche nach Anerkennung die Käfige nach zwei geeigneten Damen, bis wir fündig wurden: Gleiche Rasse, ungefähr im selben Alter wie unsere Clique und damit bereits ersichtlich zu 100% Hennen ohne überraschende Geschlechtstransformation. Bei Menschen komme ich damit wirklich problemlos klar, aber bei Geflügel stresst mich das etwas.
Lola und Amelie, wie die beiden getauft wurden, brauchten etwas Zeit, bis sie sich komplett in die bestehende Gang integrierten. Es gab keine Kämpfe oder Attacken, worüber ich schon sehr froh war, aber es stellt sich raus, dass Hühnerteenies elendige Mobber sind. Den fünf zuzuschauen war teilweise, als schaute man eine amerikanische Highschool-Komödie aus den 00er Jahren. Shela fühlte sich oft genötigt, ein Machtwort zu sprechen.

Aber eine Coming of Age Geschichte braucht mehr Drama als nur Mobbing.
Eines Sonntagmorgens wurde ich wieder unsanft geweckt: Das Kind stand kurz vor sieben Uhr weinend vor mir: „Mama! Schnell, steh auf! Papa will Frieda schlachten!“ Mein Max schlachtet eigenhändig kein Tier, also war es für mich weniger eilig als für das Kind, aber ich beeilte mich seinetwegen natürlich trotzdem.
Max stand auf der Terrasse, Gartenschlauch in der Hand, sein Gesicht war tatsächlich wutverzerrt.
Frieda hatte in der Früh um vier angefangen lauthals zu krähen und nicht mehr aufgehört. Er hatte damit nicht nur Max aufgeweckt, sondern auch die Nachbarin war um fünf Uhr schon im Schlafanzug vor der Tür gestanden und hatte meinen armen Mann rund gemacht, der doch absolut auf ihrer Seite war.
„Entweder du machst ihn aus, oder ich schlachte ihn!“ Er spritzte mit dem Gartenschlauch nach dem aufgeregten Hühnchen, das sich trotz allem weigerte, still zu sein.
Ich packte den aufgebrachten Gockel (Frieda, nicht Max) in die Katzenbox, stellte sie ins Wohnzimmer und warf eine Decke darüber, wie ich es mit Fritz in seiner Voliere mache, wenn er nachts aufdreht. Das war nicht die eleganteste Lösung, aber zumindest gab es dem Hahn und mir einen Aufschub des Todesurteils und ich konnte mich beraten lassen.
Meine Freundin und alle Hühnerhalter:innen in meinem Umfeld wussten keine praktikable Lösung, Google schlug eine Kastration vor – die in Deutschland streng verboten ist.
Also blieb als einzige Option Suppenhuhn.
Ich sah mich schon mit einem Beil in den Garten gehen, dabei wollte ich doch, dass der Pfauenhof ein sicherer Ort für alle wird. Und mindestens genauso schlimm: Wenn Frieda dann ein Brathähnchen ist, gibt es immer noch Christl.
Christl, das Lieblingskuschelhuhn vom Kind, war bisher still, aber was ist, wenn der Chef der Truppe abdanken muss?
Max war das egal. Hauptsache Kopf ab. Schlafdefizit und schimpfende Nachbarn hatten ihren Beitrag erfüllt.
Ich handelte einen Deal aus: Frieda kommt eine Nacht ins Haus und wir schauen, was passiert. Frieda übernachtete also im Keller.
Wie zu erwarten war, übernahm Christl die vakante Stelle und ersetzte Frieda fast ebenbürtig, wenn auch erst um fünf Uhr morgens. Das Kind fing direkt wieder an zu weinen: Ihr Lieblingshuhn durfte nicht in Marinade enden!
Frieda aber, noch im Keller verweilend, wurde erst gegen sieben munter und krähte nur ein, zwei Mal, kaum in der Wohnung vernehmbar.
Max lechzte noch immer nach Blut, aber ich konnte das Kind beruhigen: Es gibt offensichtlich eine Lösung für alle. Und sie war weniger kompliziert als erwartet.
Nun haben wir also mit fünf Hühnern eine ganze Filiale von KFC L.A., auf die McDonald’s sicher neidisch wäre.
Tagsüber machen sie mit ihren Puschelpopos den Garten unsicher und halten die Katze auf Trab, nachts gibt es eine strikte Geschlechtertrennung mit den drei wunderschönen Damen in der Hühnervilla und den beiden strammen Herren im Keller. Dort unten futtern sie Leckereien, kuscheln und krähen so viel sie wollen, ohne die Nachbarn oder Max zu belästigen.

Hast du Lust Pat:in des Chaoshaufens zu werden? Du bekommst Bilder und Anekdoten und sicherst ihnen Futter, Spielzeug und Tierarzt.
* Hinweis: Manche Links sind Affiliate-Links. Kaufst du darüber ein, landet ein kleiner Beitrag in der Pfauenhof-Kaffeekasse. Für dich bleibt alles gleich – für mich bedeutet es Unterstützung.
Wenn dir dieser Beitrag gefallen hat, teil ihn gern weiter – und schau bei Entdecken & Genießen vorbei. Dort findest du weitere kleine Möglichkeiten, wie du uns unterstützen kannst.
Danke! 💚
Feminist Monday #4
Frauen stellen mehr als die Hälfte der Weltbevölkerung und doch drehen sich die Nachrichten oft nur um das Schaulaufen machthungriger Männer. Daran wird sich jetzt etwas ändern!
Jeden Montag berichte ich euch Feminist News – Nachrichten, die FLINTA* betreffen. Damit wir die Welt so sehen, wie sie ist.
Ein starkes Signal für Frauen, Jugendliche und alle, die in Gesundheitskrisen oft unerhört bleiben.
🇩🇪 Deutschland
🇺🇸 USA
🇪🇸 Spanien
🇿🇦 Südafrika
🇲🇽 Mexiko
Good News #4
Schlechte Nachrichten kann jeder. Hier gibt’s positive, überraschende und manchmal kuriose Meldungen aus aller Welt als kleinen Sonnenstrahl.
Auf eine grüne Zukunft!
Mehr Frauen in Führungspositionen
Hilfe gegen häusliche Gewalt
Der Bundestag hat das Gewalt-Hilfe-Gesetz beschlossen. Mit etwa 2,6 Mrd. Euro zur Förderung von Frauenhäusern, Beratungsstellen, Schutzräumen bis 2036. Das Gesetz bringt landesweit Rechtsanspruch auf Schutz, Beratung und Unterstützung. Dauerhafte Bundesförderung ist im Gesetz vorgesehen.
Hast du auch gute Nachrichten, die du teilen willst? Lass es mich gern wissen!
Pfauenhof News #4
Hier kommt dein Pfauenhof News Update!
Da der Pfauenhof ein Gemeinschaftsprojekt ist, dürft ihr gern wissen, was hier los ist.
KFC L.A. – The Head Quarter

Letzte Woche habe ich mich über unseren aktuellen Hühnerstall und seine fragwürdige Zweckmäßigkeit echauffiert. Jetzt wird’s ernst: Das Ding kommt weg.

Eigentlich wollten wir diesen alten Stall abbauen und das Material nutzen. Aber Zeit und Wetter haben sich gegen uns verschworen und wir mussten es vorerst aufschieben. Bleibt zu hoffen, dass es doch noch klappt.
Wir improvisieren also weiter. Aber immerhin gibt es inzwischen Pläne. Richtig gezeichnet, von einer echten Architektin (ja, so nenne ich mich wirklich).


Und wer genau hinschaut, erkennt: Alcatraz wird nicht nur die Hühner beherbergen. Auch gewisse vierbeinige Ausreißer sollen dort künftig ihre verdiente Knastzeit absitzen. Ob das aufgeht? Wir werden sehen.
In 10 einfachen Schritten zur perfekten Schultüte
Seit Jahrhunderten macht man deutschen Kindern den ersten Schultag mit Süßigkeiten schmackhaft, die man ihnen in einem besonderen Behältnis darreicht, der Schultüte.

Ursprünglich erzählte man den Kindern, im Keller des Lehrers wächst ein Zuckertütenbaum, und wenn die Früchte groß genug sind, ist auch das Kind reif für die Schule. Der Lehrer überreichte die Tüten, prall gefüllt mit Süßigkeiten und Trockenfrüchten feierlich am ersten Schultag.
Industriell gefertigte Schultüten gibt es inzwischen auch schon seit mehr als hundert Jahren. Es ist also weder Schande noch untraditionell eine fertige Tüte zu kaufen. Eine hübsche, personalisierte Schultüte gibt es hier*.
Wenn du aber wirklich Lust hast, eine eigene Schultüte zu machen, bekommst du hier von mir eine Anleitung, die du mit oder ohne Kind ganz einfach nachbasteln kannst.
Material
- sechseckiger 3D-Wellpappe-Rohling 70cm*
- eine Rolle Krepppapier (50 cm)*; wer zwei Farben will, braucht zwei Rollen
- Organzaband*
- Moosgummi-Platten* für das Motiv
- Tacker*
- Heißkleber*
- Stifte, Glitzer, Pailletten, Perlen, Kordeln,… – Material zum Verzieren

Anleitung
1 – Falte den Rohling an den vorgeprägten Falzlinien und schiebe die Kartonlaschen in die vorgeschnittenen Schlitze ein. Verklebe alle Überschneidungen sorgfältig, damit die Schultüte robust genug für die vielen Geschenke ist und nicht im entscheidenden Moment zerfällt.

2 – Schneide von der Krepppapierrolle ein 10 cm breites Stück ab. 40 cm brauchst du für den Verschluss, 10 cm für die Randverzierung. Mein Kind bestand auf zwei verschiedene Farben, was auch absolut legitim ist. Den Rest kriegt man problemlos verbastelt.
3 – Das schmalere Papier raffen und in kleinen Abständen zusammenheften. Dabei immer wieder einpassen, damit die Länge auch der Größe der Tütenöffnung entspricht.
4 – Bestreiche den inneren Rand des Rohlings abschnittsweise mit Heißkleber, lege das Krepppapier ein und drücke es an. Immer ein Abschnitt nach dem anderen, damit der Kleber nicht vorzeitig eintrocknet oder zu viele Fäden zieht.

5 – Nun wiederholst du die Schritte 3 und 4 mit der breiten Rolle Krepppapier – die ist der Verschluss für die Schultüte.
6 – Jetzt kannst du das Papier gerade oder in Mustern einschneiden. So kannst du z.B. auch Feuer, Seetang, Wellen oder Eiszapfen imitieren.
7 – Natürlich darf ein Motiv nicht fehlen. Um das Lieblingsthema deines Kindes aufzugreifen, gibt es viele Vorlagen im Internet, such dir euren Favoriten aus. Meins wollte ein Einhorn und, als ich bereits eine großartig pompöse Vorlage hatte, kam sie mit einer Plastikvorlage für Bügelperlen. Sie nutzte sie als Umrissschablone auf dem Moosgummi und verzierte sie mit Filzstiften, Glitzer und Kulleraugen. Weder aufwändig, noch pompös, aber – was viele Eltern leider gern vergessen: Wir machen das nicht, um anderen zu imponieren, sondern weil es unsere Kinder glücklich macht.

8 – Nun die Figuren mit Heißkleber auf die Tüte kleben. Wenn ihr Lust habt, könnt ihr die Schultüte noch mit einer Kordel am oberen Abschluss verzieren, Perlen, Glitzer, Pailletten, Konfetti oder Ähnliches aufkleben. Vielleicht seid ihr so in Bastellaune, dass noch kleine Extrafiguren dazu kommen: Ein Fisch für die Meerjungfrau, ein Planet zur Rakete, ein Tier zum Traktor.
9 – Jetzt kommt der entscheidende Teil: Das Befüllen. Dafür sollte das Kind nicht mehr anwesend sein, damit es eine Überraschung wird. Als Füllmaterial eignen sich Wecker und Armbanduhren, Brotdosen und Trinkflaschen, Mutsteine und sorgenfressende Kuscheltiere, Lernspiele und Rätselhefte und ganz besonders viele Süßigkeiten. Nicht umsonst nennt man die Schultüte auch Zuckertüte.
10 – Zum Schluss wird die fertige Schultüte verschlossen, dafür wickelst du das Organzaband um das Krepppapier zur schönsten Schleife, die du zustande bringst. Denk dran: Dein Kind ist beim Öffnen aufgeregt. Nicht zu viele Knoten und drauf achten, dass die Schleife hält, aber schnell auf geht.

Nun ist das gute Stück fertig und bereit für seinen Einsatz. Viel Spaß beim Nachbasteln!
* Hinweis: Manche Links sind Affiliate-Links. Kaufst du darüber ein, landet ein kleiner Beitrag in der Pfauenhof-Kaffeekasse. Für dich bleibt alles gleich – für mich bedeutet es Unterstützung. Danke! 💚


