Adventskalender-Idee: Nachhaltig, sinnvoll und überraschend – ohne Extra-Kosten

bags with decorations from an advent calendar

Beim Einkaufen – online wie offline – passiert es immer wieder: Man entdeckt kleine Dinge für das Kind. Zu teuer, um sie einfach „so“ zu schenken, aber auch zu klein für Geburtstag oder Weihnachten:

Kurz: alles, was Kinder bittebittebitte sofort haben wollen, das man im Alltag aber nicht ständig verteilen möchte.

Also landen diese Kleinigkeiten in der Kiste.

Ein „Belohnungspool“, aus dem ab und zu etwas verteilt wird, wenn das Kind besonders mutig oder hilfsbereit ist oder stolz auf sich sein kann.

Und bei übermotivierten Eltern (wie mir) sammelt sich dort im Laufe der Zeit eine erstaunliche Menge an. Oft mehr, als im Alltag gebraucht wird – und irgendwann wächst das Kind über einige Dinge sogar einfach hinaus.

Genau hier beginnt meine Advents-Idee.

Jedes Jahr im November sortiere ich diese Kiste aus und verwende ihren Inhalt für den Adventskalender. So entsteht ein liebevoller, persönlicher und nachhaltiger Kalender – ohne neu einzukaufen und ohne schlechtes Gewissen.

Vor ein paar Jahren habe ich dafür einen alten Holzschlitten bei Kleinanzeigen gefunden, für fünf Euro. Den nutzt heute ohnehin niemand mehr zum Fahren – außer mir natürlich.

Mit einer Lichterkette, ein wenig Weihnachtsdeko und bunt verpackten Kleinigkeiten darauf wird daraus ein Adventskalender, der nicht nur wunderschön aussieht, sondern im Wert oft mehrerer -hust- Euro liegt, ohne dass ich dafür etwas extra kaufen musste.

Und irgendwann habe ich gedacht:
Wenn das für ein Kind funktioniert – warum dann nicht auch für Erwachsene?

Also gibt es inzwischen auch Adventskalender für meinen Mann und für mich.
Seine Kleinigkeiten kommen in Zeitungspapier oder Altpapier, schlicht und praktisch.
Meine packe ich teilweise schon beim Kauf ein, damit ich bis zum Dezember gar nicht mehr weiß, was darin steckt. Das macht das Öffnen im Advent zu einer echten Überraschung. Alter Eichhörnchen-Trick.

Das Ergebnis ist jedes Jahr dasselbe:
• weniger Stress
• weniger extra Konsum
• weniger Müll
• dafür mehr Vorfreude, Wertschätzung und Familienzeit

Ein nachhaltiger Adventskalender muss nicht teuer oder kompliziert sein.
Manchmal reicht eine Kiste voller Kleinigkeiten, ein alter Schlitten und ein bisschen Kreativität – und schon wird aus alltäglichen Dingen ein ganz besonderes Ritual.

Max macht mir übrigens auch gern einen Adventskalender. Er fängt damit Ende November an – und jammert dann über Weihnachtsstress, weil die interessanten Sachen alle weg sind. Da ist mir meine Variante lieber.

Einen Wichtel gibt es bei uns dafür nicht. Den würde nach spätestens einer Woche vermutlich eh nur Mio fressen.


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In 10 einfachen Schritten zur perfekten Schultüte

Seit Jahrhunderten macht man deutschen Kindern den ersten Schultag mit Süßigkeiten schmackhaft, die man ihnen in einem besonderen Behältnis darreicht, der Schultüte.

Ursprünglich erzählte man den Kindern, im Keller des Lehrers wächst ein Zuckertütenbaum, und wenn die Früchte groß genug sind, ist auch das Kind reif für die Schule. Der Lehrer überreichte die Tüten, prall gefüllt mit Süßigkeiten und Trockenfrüchten feierlich am ersten Schultag.

Industriell gefertigte Schultüten gibt es inzwischen auch schon seit mehr als hundert Jahren. Es ist also weder Schande noch untraditionell eine fertige Tüte zu kaufen. Eine hübsche, personalisierte Schultüte gibt es hier*.

Wenn du aber wirklich Lust hast, eine eigene Schultüte zu machen, bekommst du hier von mir eine Anleitung, die du mit oder ohne Kind ganz einfach nachbasteln kannst.

Material
Anleitung

1 – Falte den Rohling an den vorgeprägten Falzlinien und schiebe die Kartonlaschen in die vorgeschnittenen Schlitze ein. Verklebe alle Überschneidungen sorgfältig, damit die Schultüte robust genug für die vielen Geschenke ist und nicht im entscheidenden Moment zerfällt.

2 – Schneide von der Krepppapierrolle ein 10 cm breites Stück ab. 40 cm brauchst du für den Verschluss, 10 cm für die Randverzierung. Mein Kind bestand auf zwei verschiedene Farben, was auch absolut legitim ist. Den Rest kriegt man problemlos verbastelt.

3 – Das schmalere Papier raffen und in kleinen Abständen zusammenheften. Dabei immer wieder einpassen, damit die Länge auch der Größe der Tütenöffnung entspricht.

4 – Bestreiche den inneren Rand des Rohlings abschnittsweise mit Heißkleber, lege das Krepppapier ein und drücke es an. Immer ein Abschnitt nach dem anderen, damit der Kleber nicht vorzeitig eintrocknet oder zu viele Fäden zieht.

5 – Nun wiederholst du die Schritte 3 und 4 mit der breiten Rolle Krepppapier – die ist der Verschluss für die Schultüte.

6 – Jetzt kannst du das Papier gerade oder in Mustern einschneiden. So kannst du z.B. auch Feuer, Seetang, Wellen oder Eiszapfen imitieren.

7 – Natürlich darf ein Motiv nicht fehlen. Um das Lieblingsthema deines Kindes aufzugreifen, gibt es viele Vorlagen im Internet, such dir euren Favoriten aus. Meins wollte ein Einhorn und, als ich bereits eine großartig pompöse Vorlage hatte, kam sie mit einer Plastikvorlage für Bügelperlen. Sie nutzte sie als Umrissschablone auf dem Moosgummi und verzierte sie mit Filzstiften, Glitzer und Kulleraugen. Weder aufwändig, noch pompös, aber – was viele Eltern leider gern vergessen: Wir machen das nicht, um anderen zu imponieren, sondern weil es unsere Kinder glücklich macht.

8 – Nun die Figuren mit Heißkleber auf die Tüte kleben. Wenn ihr Lust habt, könnt ihr die Schultüte noch mit einer Kordel am oberen Abschluss verzieren, Perlen, Glitzer, Pailletten, Konfetti oder Ähnliches aufkleben. Vielleicht seid ihr so in Bastellaune, dass noch kleine Extrafiguren dazu kommen: Ein Fisch für die Meerjungfrau, ein Planet zur Rakete, ein Tier zum Traktor.

9 – Jetzt kommt der entscheidende Teil: Das Befüllen. Dafür sollte das Kind nicht mehr anwesend sein, damit es eine Überraschung wird. Als Füllmaterial eignen sich Wecker und Armbanduhren, Brotdosen und Trinkflaschen, Mutsteine und sorgenfressende Kuscheltiere, Lernspiele und Rätselhefte und ganz besonders viele Süßigkeiten. Nicht umsonst nennt man die Schultüte auch Zuckertüte.

10 – Zum Schluss wird die fertige Schultüte verschlossen, dafür wickelst du das Organzaband um das Krepppapier zur schönsten Schleife, die du zustande bringst. Denk dran: Dein Kind ist beim Öffnen aufgeregt. Nicht zu viele Knoten und drauf achten, dass die Schleife hält, aber schnell auf geht.

Nun ist das gute Stück fertig und bereit für seinen Einsatz. Viel Spaß beim Nachbasteln!


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