Pfauenhof News #9

Hier kommt dein Pfauenhof News Update!

Gesundheit & Stimmung:
Wir sind alle noch nicht ganz auf der Höhe. Diese ewige Mischung aus Husten, Müdigkeit und „Körper will nicht“ zieht sich durch Mensch und Tier. Selbst Koffein wirkt eher wie Placebo.

Familie:
Opa hatte schon wieder Besuch vom Sanka. Zum Glück durfte er nach den Notfallmaßnahmen zuhause bleiben, aber es reicht langsam – sein Körper testet wohl, wie viele Adrenalinschübe die Familie noch verkraftet. Parallel bin ich quasi im Auftrag auf der Suche nach einer Wohnung im Umkreis Cham. Sie sollte zwei Zimmer haben und möglichst im Erdgeschoss liegen oder über einen Aufzug verfügen. Ein ruhiger Mieter ist garantiert.

Tiere:
Fritz hatte einen Unfall, steckt aber schon wieder den Kopf in den Wind wie ein kleiner Held. Beim Freiflug hat er sich in Fliegenpapier eingewickelt und einiges an Federn gelassen. Die restliche Bande verhält sich wie immer: laut, verfressen, liebenswert.

Hof & Alltag:
Es wird gebaut, geplant, geflucht. Der Herbst färbt die Bäume, die To-do-Listen bleiben lang, und zwischen Tierfutter, Versicherungen und Blogtexten fühlt sich jeder Tag an wie eine kleine Generalprobe für den echten Pfauenhof.


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Danke! 💚

Pfauenhof heißt lernen – und manchmal fluchen wir dabei ziemlich laut

Auf dem Papier klingt Selbstversorgung romantisch: Hühner, Holz, Sonne, Frieden. In echt klingt es nach Hammer, Gelächter, und gelegentlich nach sehr deutlichem Fluchen. Willkommen in unserer ganz eigenen Fehlerkultur.

Theorie trifft auf Realität (und verliert meist)

Man stellt sich das so idyllisch vor: Sonne auf Holz, Hühner im Gras, alles läuft harmonisch. In Wahrheit läuft höchstens jemand gegen die Schubkarre. Seit wir den Pfauenhof aufbauen, besteht unser Alltag aus Versuch, Irrtum und Improvisation.
Wir wollten Struktur schaffen – stattdessen hat das Chaos einfach den besseren Kalender. Und ehrlich gesagt? Wir haben uns daran gewöhnt.

Wir lernen, wie man Zäune baut, ohne sich selbst einzumauern. Wie man Tiere versteht, die sich konsequent nicht an Ratgeber halten. Und wie man akzeptiert, dass Perfektion nur auf Pinterest funktioniert.

Fehler sind unser Inventar

Hier fliegt kein Vogel perfekt. Wir haben Bretter zu kurz gesägt, Nägel vergessen, Dinge festgeschraubt, die beweglich bleiben sollten. Wir haben Futter gekauft, das nur beleidigt beäugt wurde, und Nächte mit „Wie erkennt man ein gekränktes Huhn?“ googeln verbracht.

Unsere Fehler sind keine Peinlichkeiten. Sie sind Beweisstücke, dass wir tun. Lernen auf dem Pfauenhof ist kein Kurs – es ist eine unendliche Prüfung mit den Fächern Improvisation, Geduld und Fluchen für Fortgeschrittene.

Kabelbinder statt Prinzipien

Am Anfang wollten wir alles „richtig“ machen: richtig planen, richtig bauen, richtig streichen. Dann kam das Leben vorbei, grinste kurz und drückte uns den Hammer in die Hand. Seitdem lautet die Regel: Richtig ist, was hält. Und notfalls halten Kabelbinder* länger als Prinzipien.

Fehlerkultur ist hier kein Buzzword, sondern Alltag. Sie heißt: tief durchatmen, lachen, fluchen, reparieren, weitermachen. Nicht jedes Missgeschick braucht eine Moral. Manchmal reicht ein Pflaster, ein Kaffee und der Satz: „Beim nächsten Mal andersrum.“

Lernen, wie man weitermacht

Das eigentlich Wertvolle ist nicht das perfekte Ergebnis, sondern dass wir’s immer wieder versuchen. Stolz auf Perfektion ist überbewertet. Stolz auf Durchhalten, auf Humor, auf Weitermachen – das ist echtes Wachstum.

Der Pfauenhof entsteht nicht trotz, sondern wegen unserer Fehler. Jeder Kratzer, jedes schiefe Brett, jedes improvisierte Provisorium erzählt davon, dass wir lebendig sind.

Und falls der Zaun wieder umfällt? Dann sagen wir einfach: „Er wollte nur mal kurz Pause machen.“

Wenn du mehr ehrliche Einblicke in unser Pfauenhof-Chaos willst, abonniere unseren Newsletter. Kein Filter, kein Hochglanz, nur echtes Leben mit Tieren, Träumen und Kabelbindern.


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Erkältung? Läuft.

Im wahrsten Sinn des Wortes.

Ich weiß nicht, wer den Bazillen den Türcode gegeben hat, aber sie sind vollständig eingezogen. Erst ein leichtes Kratzen im Hals, dann die ganze Familie hustend im Chor, und jetzt klingt unser Wohnzimmer wie eine schlecht gelaunte Dampflok. Während Neo-Angin heldenhaft gegen die Krümelmonster im Rachen kämpft, versuche ich mit Sinupret den Rest meiner Atemwege zu überreden, ihren Job wieder aufzunehmen.

Der Gesundheitstrank hilft so halb – wahrscheinlich, weil ich ihn zwischen zwei Hustenanfällen verschütte. Aber manchmal braucht’s halt doch die moderne Hexenkunst aus der Apotheke. Zum Glück gibt’s apo.com*, wo man im Pyjama bestellen darf, ohne dass jemand den eigenen Elendstee sieht. Ein Klick, und schon machen sich Tabletten, Lutschtabletten und Taschentücher auf den Weg zum Lazarett Pfauenhof.

Das Kind hat beschlossen, dass Feuerwehrmann Sam die wahre Medizin ist. Offenbar heilt kindlicher Enthusiasmus besser als jedes Antibiotikum. Während Sam Pontypandy rettet, rette ich mich mit Ingwertee durch den Nachmittag, begleitet vom monotonen Pfeifen meiner eigenen Nebenhöhlen. Max schnauft irgendwo im Hintergrund, Shela rollt genervt mit den Augen, und die Hühner draußen haben vermutlich längst beschlossen, dass Menschen eine fehlerhafte Tierart sind.

Zwischendurch versuch ich zu schreiben – so lange, bis mir das Taschentuch davonfliegt oder das Hirn die Verbindung trennt. Aber ehrlich: Kranksein bringt eine merkwürdige Klarheit. Alles wird langsamer. Niemand erwartet etwas. Und plötzlich merkt man, dass die Welt sich auch weiterdreht, wenn man einfach nur Tee trinkt, Serien schaut und durch die Fensterscheibe auf nasse Wiesen starrt.

Für alle, die gerade ebenfalls durch den Schleim waten, hier meine offizielle Überlebensliste:

  • Neo-Angin* für den Hals (schmeckt nach Chemie und Hoffnung)
  • Sinupret* für den Kopf (bringt wenigstens das Gefühl, man tut was)
  • Thymian-Salbei-Tee für die Seele
  • Wärmflasche* fürs Gemüt
  • und Feuerwehrmann Sam* für die Moral.

Mehr braucht es eigentlich nicht – außer vielleicht jemanden, der einem die Suppe bringt, wenn man gerade nicht weiß, ob man schwitzt oder friert.

Also: Wenn du krank bist, gönn dir Ruhe. Wenn du gesund bist, genieß sie doppelt. Und falls du dich irgendwo dazwischen befindest – willkommen im Club. Der Pfauenhof hustet solidarisch mit dir.


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Pfauenhof News #8

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Lazarett

Erst Halsschmerzen, dann Kollektiv-Seuchenzug. Die Couch wurde zum Lazarett umfunktioniert und Gesundheitstrank im großen Kessel gebraut. Immerhin ist Opa wieder daheim und kann bei uns vor sich hin husten.

Den Feiertag nutzten wir statt für Schwimmbad für Kinderserien, Tee und Deckengekuschel. Am Samstag kauften wir – noch optimistisch – eine neue Säge*, seither regieren die Bazillen und nicht zuordenbare Symptome.

Immerhin hat Patient 0 schon alles hinter sich gebracht. Natürlich. Ein Tag Zeichentrick und das Kind ist wieder gesund – während die Eltern noch zwei Wochen mal leise, mal laut vor sich hin sterben.

Stall

Unser Stall hat endgültig ein wasserfestes Dach. Ansonsten schauen die Hühner mich nur kritisch an, wenn ich ihnen Nüsse knacke. Ich kann förmlich hören, wie sie leise über mich urteilen: „Zu krank zum Bauen, aber sitzt im Hühnerstall.“

Außerdem sind sie dem Wetter beleidigt und haben ihre Legeleistung schon reduziert. Heißt: Die Wärmelampe ist gedanklich längst installiert.


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P.S.: Ich hab die Krankentage genutzt, um ein Abomodell zu basteln. Noch ist nicht viel zu finden, aber das wird. Nach und nach kommen Artikel, Downloads und Einblicke dazu.
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Pfauenhof News #7

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Gesundheitssystem im Notfallmodus

Da gefühlt die Hälfte meines Bekanntenkreises in Krankenhäusern arbeitet und ein Familienmitglied einmal mehr unfreiwillig dort Quartier beziehen musste, fällt mir leider einmal mehr auf: In Krankenhäusern, die mehr als Abstellkammer als als Versorgungseinrichtung fungieren, mit Ärzt:innen, die unfreundlich und planlos durch die Flure eilen, Pflegepersonal, das so überlastet ist, dass kaum Zeit für Menschlichkeit und echte Pflege bleibt, medizinischer Versorgung, die den Namen nicht verdient, und einem Umgangston, der pflegende Angehörige wie lästige Statist:innen behandelt, braucht man mehr Glück als Behandlung um gesund werden zu können. Ich bin sehr gespannt, wie lange es noch dauert, bis die zuständigen Stellen merken, dass es weder Geld, noch Einsparungen benötigt, sondern eine Generalsanierung des gesamten Gesundheitstrakts, damit er nicht komplett einstürzt. Viel Zeit wird wohl nicht mehr bleiben.

Neue Fachkräfte in der KFC-WG

Während das Gesundheitssystem also weiter kollabiert, zieht wenigstens unser Kleintiersektor neue Fachkräfte an. Die Kaninchen Schoki und Kuschel mussten von Zuhause raus und fanden auf die Schnelle kein passendes neues. Zum Glück haben unsere Hühner schon Erfahrung mit Karnickelmitbewohnern. Mal schauen, wie sich das Verhältnis entwickelt. Bisher finden die beiden es ganz lustig die Herrschaften aufzuscheuchen. Beim ersten Fluchtversuch war ich noch cleverer. Beim zweiten Versuch haben sie sich erfolgreich unter dem Zaun durchgegraben – auf der falschen Seite. Zwischen Nachbarzaun mit Bodenverankerung und patroullierender Katze und der Stallrückwand haben sie sich einen Kerker zum Paralleluniversum gewählt. Futter und Wasser stehen weiterhin erreichbar im Stall. Wenn sie da hinten Fußball spielen oder Raketentests zünden wollen, ist das ihre Entscheidung. Ich misch mich erst ein, wenn die Radiumwerte auf der Terrasse zu hoch werden. Nachdem das Kind sie aber retten wollte wie ein christlicher Missionar südamerikanische Naturvölker, wohnt Schoki nun als Gefangene Nummer 0001 in Alcatraz. Kuschel hatte sich zwischen Zaun und Sichtschutzwand ins Gestrüpp verkrochen und Asyl bei Haselmäusen und Efeu erhalten. Es geht ihm gut. Inzwischen ist er auch als Gefangener 0002 deklariert. Meine Nerven haben einen Wackelkontakt.

Projekt: Alcatraz – Ar$chkalt-Edition

Apropos Fachkräfte: damit hier nicht alle ins Unterholz auswandern, wächst unser Gefängnisprojekt weiter. Wir müssen unbedingt darüber reden, ob der Projektname in „Projekt: Alcatraz – Ar$chkalt-Edition“ geändert wird.

Zumindest steht inzwischen der Wetterschutz, in den demnächst die alten Häuschen als Schlafplatz und Versteck eingebaut werden sollen. Der Hasenstall ist bereits an Ort und Stelle. Der Boden ist mit einem Gitter präpariert, nun fehlen nur noch der Zaun und die Versiegelung des Dachs, damit es von oben jederzeit schön trocken bleibt.

Sobald das erledigt ist, können auch die restlichen Insassen endlich in meinem Panoptikum einziehen. Bis dahin sitzen Schoki und Kuschel in Sicherheitsverwahrung und planen Guerilla-Operationen im Unterholz.


Der Pfauenhof lebt davon, dass wir unsere Geschichten teilen. Wenn dir dieser Beitrag gefallen hat, teil ihn gern weiter – und schau bei Entdecken & Genießen vorbei. Dort findest du kleine Möglichkeiten, wie du uns unterstützen kannst.

🌿 Das beste Mittel gegen Hundegeruch? Spielen natürlich!

Manchmal frage ich mich, warum ich so viel Geld für Räucherstäbchen und Duftöle ausgebe. Letztens jedenfalls haben unsere beiden Hündinnen wieder bewiesen, dass sie das mit dem natürlichen Parfüm besser draufhaben als ich.

Vicki und Shela waren draußen mit einer ihrer Lieblingsbeschäftigungen beschäftigt: Fangen spielen. Vicki ist dabei die Strategin. Im letzten Moment macht sie einen eleganten Haken – Shela, ohne Bremskraftverstärker ausgestattet, schießt einfach weiter.

Und zwar direkt volles Rohr in den Rosmarin.

Da hing sie dann. Hintern über Kopf, komplett im Kräuterbeet versenkt. Erst mal orientieren. Dann lugte ein verwirrter Erdmännchenkopf zwischen Rosmarinzweigen und Minzblättern hervor – mit so einem Blick, der ganz klar sagt: „Äh … wo bin ich hier?“

Ich konnte kaum noch vor Lachen, hatte bereits Bauchschmerzen. Also musste ich natürlich rein, um meinem Mann davon zu erzählen – und plötzlich roch ich einen frischen Duft! Als ich mich wieder umdrehte, stand Shela hinter mir. Ganz brav. Und roch einfach himmlisch nach Rosmarin und Minze.

Ein gratis Lufterfrischer aus dem Garten – und ich schwöre, kein gekauftes Parfum der Welt kann da mithalten.

💚 Und genau deswegen liebe ich unser kleines Chaos hier.
Weil es zeigt, wie nah Glück manchmal liegt – und dass es oft gar nicht mehr braucht als ein bisschen Platz zum Rennen, ein paar duftende Kräuter und die besten Freunde auf vier Pfoten.


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