Shela – Die wandelnde Katastrophe

Lange habe ich überlegt. Auch Shela sollte ihren Platz hier bekommen – wie Vicki, Fritz und der Rest der Bande. Nur: Bei ihr ist das nicht so einfach.

Shela ist besonders. In jeder Hinsicht.

Max fand sie vor über zwei Jahren. Sie lebte mit einem Dackel in einer kleinen Familie, die Nachwuchs erwartete. Dort fiel uns sofort auf: Auf Kinder sprang sie an, nicht auf andere Hunde. Sie klebte förmlich an den Kleinen, passte auf, dass keiner von der Rutsche fiel, und war unendlich verschmust.

Als klar wurde, dass sie weg musste, stand die Frage im Raum: Wohin mit einem Hund, der offensichtlich kinderlieb ist – aber Eigenheiten hat, die im Tierheim Endstation bedeuten?

Wir nahmen sie. Mit Bauchschmerzen. „Ins Tierheim können wir sie notfalls immer noch bringen“, redete ich mir ein.

Schnell zeigte sich: Ihre Probleme waren größer, als wir dachten. Andere Hunde hasste sie regelrecht. Vicki hatte wirklich keine einfache Zeit. Spaziergänge waren ein Alptraum: Räder, Geräusche, Spielsachen, selbst Fritz – fast alles machte ihr Angst. Im Haus dagegen war sie wie ein Soldat: sobald ich den Raum betrat, saß sie bereits Spalier und wartete auf Anweisung.

Dieser Hund kostete mich wirklich sehr viele Nerven.

Nerven hat sie mich gekostet. Viele. Ich habe geschimpft, gezweifelt, geflucht. Aber jedes Mal, wenn Max vorsichtig fragte, ob wir sie nicht doch abgeben sollten, war meine Antwort dieselbe:
„Wir haben Verantwortung übernommen – also bleibt sie.“

Wir wissen bis heute nicht, was sie erlebt hat. Aber eins glaube ich: Aggression ist nur ein Zeichen von Angst. Und Angst bekämpft man am besten mit Liebe und Verständnis.

Zwei Jahre Kuscheltherapie später ist Shela noch immer kein einfacher Hund. Aber sie ist angekommen. Mit Vicki verbindet sie mittlerweile ein unzertrennliches Band – für sie würde Shela vermutlich ihr Leben lassen. Kinder liebt sie mehr als alles andere, und selbst Fritz zählt inzwischen zu ihrem Rudel. Sie wagt es sogar, Max das Essen zu klauen – das traut sich sonst nicht mal Mio.

Andere Hunde bleiben schwierig. Doch die Heilung ist sichtbar. Schritt für Schritt. Und bis sie ganz da ist, bleibt sie unsere Shela – die wandelnde Katastrophe mit Herz und Seele.

Konnte Shela dein Herz erobern?

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Pfauenhof News #6

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Neues Jahr, neues Amt

Die erste Woche in der Schule ist geschafft. Was wir inzwischen gelernt haben: Hausaufgaben sind blöd und der Unterricht ist viel zu lang. Wie, ich war mehr Stunden im Kindergarten?! – Zum Glück sind wir an Diskussionen gewöhnt.

Der erste Elternabend ist auch überstanden, und weil ich verrückt bin, hab ich mich direkt zur Klassenelternsprecherin berufen lassen. Keine Ahnung, was die so machen. Aber das ist jetzt für die nächsten zwei Jahre mein Amt. Falls also jemand eine Schiedsperson für die Kommunikation zur Klassenlehrkraft braucht, meldet euch bitte hier.

Neuzugang

Wie jedes Jahr gab es bei unserem ortsansässigen Garten- und Pflanzenprofi die Schulanfängeraktion. Wer hier wohnt, weiß sofort, worum es geht: Jede:r ABC-Schütz:in bekommt einen Apfelbaum geschenkt. Oder wenn der aus ist Traube, wie ich gehört habe. – Auch nicht verkehrt, immerhin können sich gestresste Eltern dann auf Dauer selbst helfen.

Wir haben jetzt also ein Apfelbäumchen und damit unser erstes Obstbäumchen und Mio ist davon absolut angetan. Vielleicht liegt es daran, dass der Baum in seine Lieblingsecke gepflanzt wurde, aber er schaut ihn so verliebt an, dass ich mich frage, ob das nicht eigentlich eine Waldnymphe ist, die über Umwege nun bei uns gelandet ist.

Stallstatus: Es ist kompliziert.

Die Einzelteile des ehemaligen Stalls liegen wie Legosteine verteilt im Garten und warten darauf, dass jemand in einen rostigen Nagel tritt.

Samstag ging es direkt los mit dem Aufbau. Zumindest theoretisch. Nach der ersten Schraube schwächelte der Akku von unserem Geschenk zum 15. Jahrestag an uns selbst*. Das lag aber weniger am Akkuschrauber, als mehr daran, was er alles reißen musste in letzter Zeit. Kein Problem: Gibt ja den Wechselakku. Klick – klick! Und lo… Oder auch nicht. Irgendwer hat den Tauschakku nicht geladen. Also warten. Ging zum Glück dann verhältnismäßig schnell.

Am Ende des Tages haben wir mit viel Gefluche, einem Kind, das alle fünf Minuten anrufen musste, um wichtige Dinge zu erzählen, und einem ordentlichen Sonnenbrand zwei Wände hochgezogen.

Sonntag mussten wir direkt wieder eine Pause einlegen, schließlich leben wir in Deutschland, und seither geht nix vorwärts, weil der Wind zu stark ist.

Dafür haben die improvisierten Stallbretterwände bereits direkt etwas gerissen: Der besagte Wind hat sie natürlich umgeworfen und sie haben natürlich die Sonnenblumen nicht nur mitgerissen, sondern auch direkt entwurzelt. Normalerweise fallen Stämme doch auf’s Haus und nicht umgekehrt. Hier läuft wirklich immer alles anders.

Aber an sich war es abzusehen. Die Sonnenblumen waren einfach zu hübsch anzusehen und irgendeinen Grund gibt es jedes Jahr, der sie umwirft oder abknickt, sei es Max mit dem Rasenmäher, Shela, die nicht mehr bremsen kann, oder einfach der Wind. Da ist die Variante dieses Jahr direkt kreativ.

Nächstes Jahr guerillagärtner ich dann halt in einer anderen Ecke.


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Pfauenhof News #5

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Bildungsdrama erster Klasse

Willkommen zurück im Irrenhaus, äh, Bildungszirkus: Das Kind hat die Manege „Schule“ betreten. Mama steht am Rand, jongliert zwischen Brotdosen, Hausaufgaben und Nerven – und fragt sich, ob sie bereit ist als Zirkuspferd aufzutreten.

Stalldrama, die Drölfzigste

Währenddessen geht’s im Garten weiter: Nach dem wetterbedingten Reinfall letzte Woche ist der alte Kasten nun endlich abgebaut. Die Einzelteile liegen dekorativ verteilt und warten nur noch auf den großen Auftritt als Hochsicherheitsknast. Fehlt eigentlich nur noch der Stacheldraht.

Urzeitdrama – Legendenstatus

In der Rubrik Urzeitdrama glänzt Raptorendame Amelie. Sie hat jetzt offiziell Legendenstatus, denn auch sie legt endlich Eier. Shela zeigt sich als erstklassige Hühnerhüttehündin und macht ihrem Jobtitel alle Ehre.

Pflegedrama

Nicht ganz so erheiternd: Der medizinische Dienst entscheidet gerade mal wieder über die Erhöhung von Opas Pflegegrad. Spannung pur, nur ohne Applaus.

zukünftiges Drama

Und weil es ohne Zukunftsvisionen nicht geht: Irgendwo zwischen Teichträumen, Schildkrötenplänen und Barracuda-Fantasien basteln wir schon am nächsten Kapitel. Vermutlich lacht außer mir niemand drüber – aber besser nur eine als gar niemand.

Pfauenhof News #4

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KFC L.A. – The Head Quarter

Das aktuelle Leg-o-Land

Letzte Woche habe ich mich über unseren aktuellen Hühnerstall und seine fragwürdige Zweckmäßigkeit echauffiert. Jetzt wird’s ernst: Das Ding kommt weg.

Eigentlich wollten wir diesen alten Stall abbauen und das Material nutzen. Aber Zeit und Wetter haben sich gegen uns verschworen und wir mussten es vorerst aufschieben. Bleibt zu hoffen, dass es doch noch klappt.

Wir improvisieren also weiter. Aber immerhin gibt es inzwischen Pläne. Richtig gezeichnet, von einer echten Architektin (ja, so nenne ich mich wirklich).

Und wer genau hinschaut, erkennt: Alcatraz wird nicht nur die Hühner beherbergen. Auch gewisse vierbeinige Ausreißer sollen dort künftig ihre verdiente Knastzeit absitzen. Ob das aufgeht? Wir werden sehen.

Pfauenhof News #3

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Alcatraz

Ein Foto von Frieda (ganz links), wenn er mal ausnahmsweise in der Heimat bei der Gang ist.

Unsere Hühner haben nun für sich entdeckt, dass das Gras auf der anderen Seite des Zaunes immer grüner ist und Frieda versucht sogar im Namen des Pfauenhofs unseren Grund zu erweitern.

Vom Ausbrecherkönig Mio hatte ich letzte Woche schon berichtet.

Um den nachbarschaftlichen Frieden zu erhalten, habe ich Max nochmal auf ein Projekt angesprochen, das schon länger in meinem Hinterkopf wohnt. Das Kind wusste sofort, um was es geht, der Göttergatte machte lieber erst auf unwissend.

Als er merkte, dass ich wirklich wieder damit anfange, blockte er ab. Zu teuer. Zu aufwendig. Zerstört den ganzen Rasen. Und überhaupt der rechtliche Aspekt.

So argumentiert er schon das ganze Jahr, aber Vroni reicht es langsam ständig Ausreißer einzusammeln und ein trauriges Kind zu trösten, weil der Unfall-Kater schon wieder heimlich unterwegs ist.

So hab ich das Max dann in einem ernstem Ton sachlich klar gemacht.

Sei es, wie es sei. Wir bauen jetzt eine „Festung“ für alle Zweibeiner mit Flügel und Mio.

Ob das wirklich „Lil-Alcatraz“ wird oder einfach nur ein Chaosprojekt? Wir werden sehen.

Auf Pinterest sammle ich dazu Ideen. Schaut gern rein und schickt mir eure!

Dattelaufstrich

Ich liebe kochen, backen – und natürlich am meisten: essen.

Ein Rezept, das sich dabei ganz nach vorne geschlichen hat und inzwischen zu meinen absoluten Favoriten gehört, ist dieser Dattelaufstrich. Abgeschwatzt von einer Freundin, seitdem im Dauereinsatz: egal ob Party, Mädelsabend, Brunch oder Ausflug – er kommt immer gut an. Und das Beste: Er ist in wenigen Minuten fertig.

Zutaten

  • 150g entsteinte Datteln*
  • eine Knoblauchzehe (oder mehr – ganz nach Geschmack)
  • 300g Frischkäse
  • 200g Schmand
  • 2 TL Curry
  • 1/4-1/2 TL Salz
  • 3 Prisen Cayenne-Pfeffer

Zubereitung

👉 Wer, wie ich, über eine Küchenmaschine verfügt, kann es sich ganz einfach machen und die Zutaten zusammen dort hinein kippen – kleinhacken und mischen. Fertig!

👉 Wer wie ich, die Küchenmaschine nie nutzt, oder keine hat, hackt die Datteln und Knoblauchzehe klassisch mit einem Küchenmesser klein und schüttet alle Zutaten in eine Rührschüssel. Nun nur noch so lange rühren, bis eine schön einheitliche Masse entsteht.

Serviervorschläge

Am besten schmeckt der Aufstrich klassisch auf Brot – aber auch als Dip für Brotstangerl oder (Geheimtipp) zu leckeren Tortilla-Chips*. Bei uns zuhause ist er mittlerweile Pflichtprogramm bei jedem Buffet.


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Pfauenhof News #2

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Pfauenhof Light

Langsam neigt sich der Sommer dem Ende zu und die Kürbisse im Nachbarsgarten spähen bereits drohend über den Zaun.

Noch sind aber Sommerferien, also gibt es viel Familienzeit.

Tier-News

Wir haben neues Hundefutter bekommen. Vom alten war Shela nicht begeistert und hat zu viel abgenommen – jetzt ist sie glücklich und kaum zu bremsen. Ausgerechnet Vicki weigert sich aber, das neue Futter auch nur anzurühren. Also wieder zwei verschiedene Futtersorten für die Damen.

Mio, unser Haus- und Gartenkaterchen, hat sich mehrfach als Ausbruchkönig bewiesen und damit unser Kind fast in den Wahnsinn getrieben. Mehr Drama als in einer Schauspielschule.

Die Vermutung, dass mindestens eins der Hühner queer ist, erhärtet sich: Christl zeigt reges Interesse an Frieda.

Haus-News

Fritz hat begonnen Wohn- und Esszimmer umzugestalten.

Blog-News

Ganz untätig war ich allerdings auch nicht, ich hab einiges für den Blog gemacht und so konnte ich ein paar extra Sponsoren für den Blog klar machen. Vielleicht habt ihr ja schon ein paar davon bemerkt?