Pfauenhof News #7

Hier kommt dein Pfauenhof News Update!

Gesundheitssystem im Notfallmodus

Da gefühlt die Hälfte meines Bekanntenkreises in Krankenhäusern arbeitet und ein Familienmitglied einmal mehr unfreiwillig dort Quartier beziehen musste, fällt mir leider einmal mehr auf: In Krankenhäusern, die mehr als Abstellkammer als als Versorgungseinrichtung fungieren, mit Ärzt:innen, die unfreundlich und planlos durch die Flure eilen, Pflegepersonal, das so überlastet ist, dass kaum Zeit für Menschlichkeit und echte Pflege bleibt, medizinischer Versorgung, die den Namen nicht verdient, und einem Umgangston, der pflegende Angehörige wie lästige Statist:innen behandelt, braucht man mehr Glück als Behandlung um gesund werden zu können. Ich bin sehr gespannt, wie lange es noch dauert, bis die zuständigen Stellen merken, dass es weder Geld, noch Einsparungen benötigt, sondern eine Generalsanierung des gesamten Gesundheitstrakts, damit er nicht komplett einstürzt. Viel Zeit wird wohl nicht mehr bleiben.

Neue Fachkräfte in der KFC-WG

Während das Gesundheitssystem also weiter kollabiert, zieht wenigstens unser Kleintiersektor neue Fachkräfte an. Die Kaninchen Schoki und Kuschel mussten von Zuhause raus und fanden auf die Schnelle kein passendes neues. Zum Glück haben unsere Hühner schon Erfahrung mit Karnickelmitbewohnern. Mal schauen, wie sich das Verhältnis entwickelt. Bisher finden die beiden es ganz lustig die Herrschaften aufzuscheuchen. Beim ersten Fluchtversuch war ich noch cleverer. Beim zweiten Versuch haben sie sich erfolgreich unter dem Zaun durchgegraben – auf der falschen Seite. Zwischen Nachbarzaun mit Bodenverankerung und patroullierender Katze und der Stallrückwand haben sie sich einen Kerker zum Paralleluniversum gewählt. Futter und Wasser stehen weiterhin erreichbar im Stall. Wenn sie da hinten Fußball spielen oder Raketentests zünden wollen, ist das ihre Entscheidung. Ich misch mich erst ein, wenn die Radiumwerte auf der Terrasse zu hoch werden. Nachdem das Kind sie aber retten wollte wie ein christlicher Missionar südamerikanische Naturvölker, wohnt Schoki nun als Gefangene Nummer 0001 in Alcatraz. Kuschel hatte sich zwischen Zaun und Sichtschutzwand ins Gestrüpp verkrochen und Asyl bei Haselmäusen und Efeu erhalten. Es geht ihm gut. Inzwischen ist er auch als Gefangener 0002 deklariert. Meine Nerven haben einen Wackelkontakt.

Projekt: Alcatraz – Ar$chkalt-Edition

Apropos Fachkräfte: damit hier nicht alle ins Unterholz auswandern, wächst unser Gefängnisprojekt weiter. Wir müssen unbedingt darüber reden, ob der Projektname in „Projekt: Alcatraz – Ar$chkalt-Edition“ geändert wird.

Zumindest steht inzwischen der Wetterschutz, in den demnächst die alten Häuschen als Schlafplatz und Versteck eingebaut werden sollen. Der Hasenstall ist bereits an Ort und Stelle. Der Boden ist mit einem Gitter präpariert, nun fehlen nur noch der Zaun und die Versiegelung des Dachs, damit es von oben jederzeit schön trocken bleibt.

Sobald das erledigt ist, können auch die restlichen Insassen endlich in meinem Panoptikum einziehen. Bis dahin sitzen Schoki und Kuschel in Sicherheitsverwahrung und planen Guerilla-Operationen im Unterholz.


Der Pfauenhof lebt davon, dass wir unsere Geschichten teilen. Wenn dir dieser Beitrag gefallen hat, teil ihn gern weiter – und schau bei Entdecken & Genießen vorbei. Dort findest du kleine Möglichkeiten, wie du uns unterstützen kannst.