Die Hütte hinter dem Hügel

Kleinanzeigenapps sind ja ein echter Endgegner. Die Kosten an Nerven und Zeit, die man da reininvestiert, stehen oft in keinem Verhältnis zu dem, was man dabei rausbekommt. Zum Glück sieht das Max, mein Mann, anders. Er scrollt sich mit echter Begeisterung durch Kleinanzeigen – so wie andere durch Instagram-Feeds. Dabei stolpert er auch immer wieder über das ein oder andere Goldstück, wovon auch ich wieder profitiere.

So kam es letzte Woche, dass er meinte, wir hätten einen Termin, uns etwas anzusehen, was er gefunden hat. Wie immer war ich erst einmal skeptisch. Es ist bei weitem nicht alles Gold, was er da findet, auch wenn es auf den ersten Blick so scheint. Aber gut. Ich liebe ihn, auch wenn das in solchen Situationen wirklich nervig sein kann.

Also rein ins Auto, raus aus dem Landkreis und dann einen Bauernhof zwischen Regensburg und “Nirgendwo” suchen.

Der junge Bauer, der uns empfing, war freundlich, unkompliziert – und sprang kurzerhand aufs Fahrrad, um uns den Weg zu zeigen. Er lotste uns flink einen Hügel hinauf, wo ein versteckter Feldweg durch ein kleines Wäldchen führte und dahinter…

… tat sich eine andere Welt auf.

Eine kleine Hütte, umgeben von Wiesen und Wäldern, versteckt, wo niemand sie vermutet. Die Ruhe – einfach magisch. Und eine Aussicht bis zum Ende der Welt.

Diese verdammte Hütte. 

Es gibt eine Küche, es gibt Strom, Heizung, Möbel, sogar einen Bierkeller. – Was es nicht gibt, ist fließend Wasser, dafür ein Festival taugliches Baustellen-WC.

Absolut romantisch.

Absolut schrecklich.

Aber auf der anderen Seite bietet es Möglichkeiten – viele Möglichkeiten. Abenteuer für unser Kind und seine Freunde. Rückzug aus dem Alltag. Eine Location für Feste und Partys, mit viel Platz und ohne Nachbarn, auf die man Rücksicht nehmen sollte. 

Und vor allem die Natur…

Wäre sie ein kleiner Hof – sie wäre genau das, was ich mir immer erträumt habe…

Auf die Frage des Landwirts antwortete Max sofort: “Ja, wir nehmen sie!” Und ich rief dazwischen: “Halt! Stopp! Wir müssen erst darüber nachdenken!” Aber eigentlich war es bereits klar, bevor wir kurz darauf wieder ins Auto stiegen.

Max hatte dem Bauern versprochen, wir würden uns im Laufe des Abends oder morgen Früh melden. Auf der Heimfahrt tippte ich dann in den Chat auf Max’ Smartphone:

“Hallo S.,

danke, dass du uns das Grundstück gezeigt hast. Wir werden es nehmen.

Liebe Grüße,

Max und Vroni”

🌿 Willkommen beim Pfauenhof-Sonntagsspaziergang

Diese Woche war wie immer ein bisschen wild. Zwischen Cola-Geysiren, Familienchaos und Businessideen, die mir nachts einfallen, hab ich tatsächlich einiges geschafft: neue Produkte, Blogideen, Social Media-Content. Aber auch Momente im Garten mit meinen Tieren und mit F., die mich erinnern, warum ich das alles mache.

Mein Pfauenhofmoment diese Woche? Mit Laptop auf der Terrasse sitzen und arbeiten, während Hunde und Hühner um mich wuseln. Genau so stelle ich mir mein zukünftiges Zuhause vor – nur größer, wilder, mit mehr Kindern, mehr Tieren und mehr Menschen, die hierher kommen, um aufzutanken.

Nächste Woche will ich:
✅ Technik-Probleme in den Griff kriegen
✅ Noch mehr Content vorbereiten
✅ Den Pfauenhof-Blog schöner machen

Und ihr? Wie war eure Woche? Worauf freut ihr euch?

Ich freu mich, wenn ihr mit mir ein bisschen über Visionen und Pläne quatscht. 💚

Der Pfauenhof – mein Traum vom Zuhause

Ich träume vom Pfauenhof.

Nicht von einem Hof mit peinlich gestutzten Buchsbäumen und weißen Kieswegen. Sondern von einem echten Ort.

Einem Zuhause.

Für Frauen, Kinder und Tiere, die nicht nur ein Dach über dem Kopf brauchen, sondern ein Stück Geborgenheit, Wärme – und vielleicht auch jemanden, der morgens Kaffee macht, während der Kater auf der Zeitung sitzt.

In meinem Kopf existiert der Pfauenhof schon lange. Er riecht nach frischer Erde, Kräutern und nassem Hund. Die Laufenten schnattern sich gegenseitig in den Wahnsinn, die Hühner haben exakt eine Lieblingsstelle zum Eierlegen (obwohl vier andere Plätze frei sind), und irgendwo im Haus summt ein Kind ein Lied, das ich nicht kenne, aber sofort liebe.

Was ich dort schaffen will?

Einen Ort, an dem Chaos nicht versteckt, sondern liebevoll umarmt wird.
Einen Ort, an dem Menschen nicht gefragt werden, was sie leisten – sondern was sie brauchen.
Einen Ort, an dem Tiere nicht perfekt funktionieren müssen, sondern einfach da sein dürfen.

Der Pfauenhof soll ein Zufluchtsort werden für alle, die irgendwo zu viel waren – oder zu wenig. Für Menschen mit Narben, mit Ängsten, mit Geschichten. Und für Tiere, die gelernt haben, leise zu sein, obwohl sie eigentlich bellen, krähen oder schnattern wollen.

Natürlich wird das nicht einfach.

Manchmal zweifle ich, ob ich je die Mittel, die Kraft, den Raum haben werde, das alles aufzubauen. Aber der Traum bleibt. Und jeden Tag, an dem ich mich nicht unterkriegen lasse, wird er ein Stück realer.

Ich möchte keinen Hochglanz-Hof. Ich will einen Ort mit Herz. Mit schiefen Fenstern, warmem Licht und einer Gemeinschaft, die sich gegenseitig den Rücken stärkt. Ich will eine Hängematte zwischen Bäumen – und vielleicht eine Sitzbank für stille Gespräche bei Tee und Hundesabber.

Warum ich das will?

Weil ich fest daran glaube, dass es mehr geben muss als das bloße Funktionieren. Weil ich selbst weiß, wie es ist, sich verloren zu fühlen. Und weil ich daran glaube, dass Liebe, Humor und ein bisschen bodenständiger Wahnsinn Welten verändern können – vielleicht nicht gleich die ganze Welt, aber zumindest eine kleine.

Und genau dort will ich anfangen.