
19. Dezember


Hier kommt dein Pfauenhof News Update!
Zwischen Ferienchaos und Laternenlicht
Die Ferien sind vorbei, der Schulalltag läuft wieder – zumindest theoretisch. Nach Halloween-Revival für die Kids, Schwimmbad und Sauna war die Woche mehr „Lebensmarathon“ als Routine.
Martinsumzüge & Familienchaos
Diese Woche stehen St.-Martins-Umzüge auf dem Plan – das Kind hat schon mehr Laternen gesehen, als man zählen kann. Leider liegt die Familie gesundheitlich auf der Intensivspur: Ich habe schlechte Nachrichten erhalten, bei Max schlagen die chronischen Krankheiten zu, und Opa ist wieder im Krankenhaus. Auch sonst ist die Stimmung eher „Feder im Sturm“. Ein wichtiger Termin musste deswegen sogar verschoben werden – sehr ärgerlich, aber immerhin bleibt Hoffnung auf Besserung.
Hofleben & kleine Siege
Zwischen Sorgen und Arztbesuchen gibt’s zum Glück auch Lichtblicke: Lil Alcatraz, der neue Stall mit Auslauf, ist endlich fertig – und die Hühner und Kaninchen benehmen sich, als wären sie in die Fünf-Sterne-Residenz eingezogen. Den Tieren geht’s bestens, was hier schon als offizieller Erfolg zu werten ist.

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Danke! 💚
Inzwischen ist es Wochen her, also wird es wohl Zeit für ein kleines Update.
Die letzten Wochen waren voll. Voll mit Bauen, Füttern, Terminen, Trösten, Lachen und zum Teil auch Resignation. Ich weiß jetzt endgültig nicht mehr, wo mir der Kopf steht. Was ich jetzt dafür umso mehr weiß, ist, dass ich dieses Projekt durchziehen will. Komme, was da wolle. Ich wäre schließlich nicht ich, wenn ich den leichtesten Weg nähme. Oder auch: Warum einfach, wenn es auch kompliziert geht?
Zumindest auf die letzte Frage hab ich eine Antwort:
Weil ich mit dem einfachen Weg unzufrieden bin. Weil ich etwas verändern will. Weil das den Unterschied macht.
Auch, wenn es hier in letzter Zeit still war, der Pfauenhof ist nicht am Ende. Manchmal ist ein Schritt zurück nur der Anlauf für einen großen Sprung.
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Gesundheit & Stimmung:
Wir sind alle noch nicht ganz auf der Höhe. Diese ewige Mischung aus Husten, Müdigkeit und „Körper will nicht“ zieht sich durch Mensch und Tier. Selbst Koffein wirkt eher wie Placebo.
Familie:
Opa hatte schon wieder Besuch vom Sanka. Zum Glück durfte er nach den Notfallmaßnahmen zuhause bleiben, aber es reicht langsam – sein Körper testet wohl, wie viele Adrenalinschübe die Familie noch verkraftet. Parallel bin ich quasi im Auftrag auf der Suche nach einer Wohnung im Umkreis Cham. Sie sollte zwei Zimmer haben und möglichst im Erdgeschoss liegen oder über einen Aufzug verfügen. Ein ruhiger Mieter ist garantiert.
Tiere:
Fritz hatte einen Unfall, steckt aber schon wieder den Kopf in den Wind wie ein kleiner Held. Beim Freiflug hat er sich in Fliegenpapier eingewickelt und einiges an Federn gelassen. Die restliche Bande verhält sich wie immer: laut, verfressen, liebenswert.
Hof & Alltag:
Es wird gebaut, geplant, geflucht. Der Herbst färbt die Bäume, die To-do-Listen bleiben lang, und zwischen Tierfutter, Versicherungen und Blogtexten fühlt sich jeder Tag an wie eine kleine Generalprobe für den echten Pfauenhof.
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Auf dem Papier klingt Selbstversorgung romantisch: Hühner, Holz, Sonne, Frieden. In echt klingt es nach Hammer, Gelächter, und gelegentlich nach sehr deutlichem Fluchen. Willkommen in unserer ganz eigenen Fehlerkultur.
Man stellt sich das so idyllisch vor: Sonne auf Holz, Hühner im Gras, alles läuft harmonisch. In Wahrheit läuft höchstens jemand gegen die Schubkarre. Seit wir den Pfauenhof aufbauen, besteht unser Alltag aus Versuch, Irrtum und Improvisation.
Wir wollten Struktur schaffen – stattdessen hat das Chaos einfach den besseren Kalender. Und ehrlich gesagt? Wir haben uns daran gewöhnt.
Wir lernen, wie man Zäune baut, ohne sich selbst einzumauern. Wie man Tiere versteht, die sich konsequent nicht an Ratgeber halten. Und wie man akzeptiert, dass Perfektion nur auf Pinterest funktioniert.
Hier fliegt kein Vogel perfekt. Wir haben Bretter zu kurz gesägt, Nägel vergessen, Dinge festgeschraubt, die beweglich bleiben sollten. Wir haben Futter gekauft, das nur beleidigt beäugt wurde, und Nächte mit „Wie erkennt man ein gekränktes Huhn?“ googeln verbracht.
Unsere Fehler sind keine Peinlichkeiten. Sie sind Beweisstücke, dass wir tun. Lernen auf dem Pfauenhof ist kein Kurs – es ist eine unendliche Prüfung mit den Fächern Improvisation, Geduld und Fluchen für Fortgeschrittene.
Am Anfang wollten wir alles „richtig“ machen: richtig planen, richtig bauen, richtig streichen. Dann kam das Leben vorbei, grinste kurz und drückte uns den Hammer in die Hand. Seitdem lautet die Regel: Richtig ist, was hält. Und notfalls halten Kabelbinder* länger als Prinzipien.
Fehlerkultur ist hier kein Buzzword, sondern Alltag. Sie heißt: tief durchatmen, lachen, fluchen, reparieren, weitermachen. Nicht jedes Missgeschick braucht eine Moral. Manchmal reicht ein Pflaster, ein Kaffee und der Satz: „Beim nächsten Mal andersrum.“
Das eigentlich Wertvolle ist nicht das perfekte Ergebnis, sondern dass wir’s immer wieder versuchen. Stolz auf Perfektion ist überbewertet. Stolz auf Durchhalten, auf Humor, auf Weitermachen – das ist echtes Wachstum.
Der Pfauenhof entsteht nicht trotz, sondern wegen unserer Fehler. Jeder Kratzer, jedes schiefe Brett, jedes improvisierte Provisorium erzählt davon, dass wir lebendig sind.
Und falls der Zaun wieder umfällt? Dann sagen wir einfach: „Er wollte nur mal kurz Pause machen.“

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Im wahrsten Sinn des Wortes.
Ich weiß nicht, wer den Bazillen den Türcode gegeben hat, aber sie sind vollständig eingezogen. Erst ein leichtes Kratzen im Hals, dann die ganze Familie hustend im Chor, und jetzt klingt unser Wohnzimmer wie eine schlecht gelaunte Dampflok. Während Neo-Angin heldenhaft gegen die Krümelmonster im Rachen kämpft, versuche ich mit Sinupret den Rest meiner Atemwege zu überreden, ihren Job wieder aufzunehmen.
Der Gesundheitstrank hilft so halb – wahrscheinlich, weil ich ihn zwischen zwei Hustenanfällen verschütte. Aber manchmal braucht’s halt doch die moderne Hexenkunst aus der Apotheke. Zum Glück gibt’s apo.com*, wo man im Pyjama bestellen darf, ohne dass jemand den eigenen Elendstee sieht. Ein Klick, und schon machen sich Tabletten, Lutschtabletten und Taschentücher auf den Weg zum Lazarett Pfauenhof.
Das Kind hat beschlossen, dass Feuerwehrmann Sam die wahre Medizin ist. Offenbar heilt kindlicher Enthusiasmus besser als jedes Antibiotikum. Während Sam Pontypandy rettet, rette ich mich mit Ingwertee durch den Nachmittag, begleitet vom monotonen Pfeifen meiner eigenen Nebenhöhlen. Max schnauft irgendwo im Hintergrund, Shela rollt genervt mit den Augen, und die Hühner draußen haben vermutlich längst beschlossen, dass Menschen eine fehlerhafte Tierart sind.
Zwischendurch versuch ich zu schreiben – so lange, bis mir das Taschentuch davonfliegt oder das Hirn die Verbindung trennt. Aber ehrlich: Kranksein bringt eine merkwürdige Klarheit. Alles wird langsamer. Niemand erwartet etwas. Und plötzlich merkt man, dass die Welt sich auch weiterdreht, wenn man einfach nur Tee trinkt, Serien schaut und durch die Fensterscheibe auf nasse Wiesen starrt.
Für alle, die gerade ebenfalls durch den Schleim waten, hier meine offizielle Überlebensliste:
Mehr braucht es eigentlich nicht – außer vielleicht jemanden, der einem die Suppe bringt, wenn man gerade nicht weiß, ob man schwitzt oder friert.
Also: Wenn du krank bist, gönn dir Ruhe. Wenn du gesund bist, genieß sie doppelt. Und falls du dich irgendwo dazwischen befindest – willkommen im Club. Der Pfauenhof hustet solidarisch mit dir.
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Erst Halsschmerzen, dann Kollektiv-Seuchenzug. Die Couch wurde zum Lazarett umfunktioniert und Gesundheitstrank im großen Kessel gebraut. Immerhin ist Opa wieder daheim und kann bei uns vor sich hin husten.
Den Feiertag nutzten wir statt für Schwimmbad für Kinderserien, Tee und Deckengekuschel. Am Samstag kauften wir – noch optimistisch – eine neue Säge*, seither regieren die Bazillen und nicht zuordenbare Symptome.
Immerhin hat Patient 0 schon alles hinter sich gebracht. Natürlich. Ein Tag Zeichentrick und das Kind ist wieder gesund – während die Eltern noch zwei Wochen mal leise, mal laut vor sich hin sterben.
Unser Stall hat endgültig ein wasserfestes Dach. Ansonsten schauen die Hühner mich nur kritisch an, wenn ich ihnen Nüsse knacke. Ich kann förmlich hören, wie sie leise über mich urteilen: „Zu krank zum Bauen, aber sitzt im Hühnerstall.“
Außerdem sind sie dem Wetter beleidigt und haben ihre Legeleistung schon reduziert. Heißt: Die Wärmelampe ist gedanklich längst installiert.
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P.S.: Ich hab die Krankentage genutzt, um ein Abomodell zu basteln. Noch ist nicht viel zu finden, aber das wird. Nach und nach kommen Artikel, Downloads und Einblicke dazu.
Wenn du Teil des Pfauenhofs sein möchtest, kannst du uns damit unterstützen – und bekommst gleichzeitig ein bisschen mehr vom echten Leben hier hinter den Kulissen. 💚
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Da gefühlt die Hälfte meines Bekanntenkreises in Krankenhäusern arbeitet und ein Familienmitglied einmal mehr unfreiwillig dort Quartier beziehen musste, fällt mir leider einmal mehr auf: In Krankenhäusern, die mehr als Abstellkammer als als Versorgungseinrichtung fungieren, mit Ärzt:innen, die unfreundlich und planlos durch die Flure eilen, Pflegepersonal, das so überlastet ist, dass kaum Zeit für Menschlichkeit und echte Pflege bleibt, medizinischer Versorgung, die den Namen nicht verdient, und einem Umgangston, der pflegende Angehörige wie lästige Statist:innen behandelt, braucht man mehr Glück als Behandlung um gesund werden zu können. Ich bin sehr gespannt, wie lange es noch dauert, bis die zuständigen Stellen merken, dass es weder Geld, noch Einsparungen benötigt, sondern eine Generalsanierung des gesamten Gesundheitstrakts, damit er nicht komplett einstürzt. Viel Zeit wird wohl nicht mehr bleiben.
Während das Gesundheitssystem also weiter kollabiert, zieht wenigstens unser Kleintiersektor neue Fachkräfte an. Die Kaninchen Schoki und Kuschel mussten von Zuhause raus und fanden auf die Schnelle kein passendes neues. Zum Glück haben unsere Hühner schon Erfahrung mit Karnickelmitbewohnern. Mal schauen, wie sich das Verhältnis entwickelt. Bisher finden die beiden es ganz lustig die Herrschaften aufzuscheuchen. Beim ersten Fluchtversuch war ich noch cleverer. Beim zweiten Versuch haben sie sich erfolgreich unter dem Zaun durchgegraben – auf der falschen Seite. Zwischen Nachbarzaun mit Bodenverankerung und patroullierender Katze und der Stallrückwand haben sie sich einen Kerker zum Paralleluniversum gewählt. Futter und Wasser stehen weiterhin erreichbar im Stall. Wenn sie da hinten Fußball spielen oder Raketentests zünden wollen, ist das ihre Entscheidung. Ich misch mich erst ein, wenn die Radiumwerte auf der Terrasse zu hoch werden. Nachdem das Kind sie aber retten wollte wie ein christlicher Missionar südamerikanische Naturvölker, wohnt Schoki nun als Gefangene Nummer 0001 in Alcatraz. Kuschel hatte sich zwischen Zaun und Sichtschutzwand ins Gestrüpp verkrochen und Asyl bei Haselmäusen und Efeu erhalten. Es geht ihm gut. Inzwischen ist er auch als Gefangener 0002 deklariert. Meine Nerven haben einen Wackelkontakt.



Apropos Fachkräfte: damit hier nicht alle ins Unterholz auswandern, wächst unser Gefängnisprojekt weiter. Wir müssen unbedingt darüber reden, ob der Projektname in „Projekt: Alcatraz – Ar$chkalt-Edition“ geändert wird.

Zumindest steht inzwischen der Wetterschutz, in den demnächst die alten Häuschen als Schlafplatz und Versteck eingebaut werden sollen. Der Hasenstall ist bereits an Ort und Stelle. Der Boden ist mit einem Gitter präpariert, nun fehlen nur noch der Zaun und die Versiegelung des Dachs, damit es von oben jederzeit schön trocken bleibt.



Sobald das erledigt ist, können auch die restlichen Insassen endlich in meinem Panoptikum einziehen. Bis dahin sitzen Schoki und Kuschel in Sicherheitsverwahrung und planen Guerilla-Operationen im Unterholz.
Der Pfauenhof lebt davon, dass wir unsere Geschichten teilen. Wenn dir dieser Beitrag gefallen hat, teil ihn gern weiter – und schau bei Entdecken & Genießen vorbei. Dort findest du kleine Möglichkeiten, wie du uns unterstützen kannst.
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Da der Pfauenhof ein Gemeinschaftsprojekt ist, dürft ihr gern wissen, was hier los ist.
Die erste Woche in der Schule ist geschafft. Was wir inzwischen gelernt haben: Hausaufgaben sind blöd und der Unterricht ist viel zu lang. Wie, ich war mehr Stunden im Kindergarten?! – Zum Glück sind wir an Diskussionen gewöhnt.
Der erste Elternabend ist auch überstanden, und weil ich verrückt bin, hab ich mich direkt zur Klassenelternsprecherin berufen lassen. Keine Ahnung, was die so machen. Aber das ist jetzt für die nächsten zwei Jahre mein Amt. Falls also jemand eine Schiedsperson für die Kommunikation zur Klassenlehrkraft braucht, meldet euch bitte hier.
Wie jedes Jahr gab es bei unserem ortsansässigen Garten- und Pflanzenprofi die Schulanfängeraktion. Wer hier wohnt, weiß sofort, worum es geht: Jede:r ABC-Schütz:in bekommt einen Apfelbaum geschenkt. Oder wenn der aus ist Traube, wie ich gehört habe. – Auch nicht verkehrt, immerhin können sich gestresste Eltern dann auf Dauer selbst helfen.
Wir haben jetzt also ein Apfelbäumchen und damit unser erstes Obstbäumchen und Mio ist davon absolut angetan. Vielleicht liegt es daran, dass der Baum in seine Lieblingsecke gepflanzt wurde, aber er schaut ihn so verliebt an, dass ich mich frage, ob das nicht eigentlich eine Waldnymphe ist, die über Umwege nun bei uns gelandet ist.

Samstag ging es direkt los mit dem Aufbau. Zumindest theoretisch. Nach der ersten Schraube schwächelte der Akku von unserem Geschenk zum 15. Jahrestag an uns selbst*. Das lag aber weniger am Akkuschrauber, als mehr daran, was er alles reißen musste in letzter Zeit. Kein Problem: Gibt ja den Wechselakku. Klick – klick! Und lo… Oder auch nicht. Irgendwer hat den Tauschakku nicht geladen. Also warten. Ging zum Glück dann verhältnismäßig schnell.
Am Ende des Tages haben wir mit viel Gefluche, einem Kind, das alle fünf Minuten anrufen musste, um wichtige Dinge zu erzählen, und einem ordentlichen Sonnenbrand zwei Wände hochgezogen.
Sonntag mussten wir direkt wieder eine Pause einlegen, schließlich leben wir in Deutschland, und seither geht nix vorwärts, weil der Wind zu stark ist.
Dafür haben die improvisierten Stallbretterwände bereits direkt etwas gerissen: Der besagte Wind hat sie natürlich umgeworfen und sie haben natürlich die Sonnenblumen nicht nur mitgerissen, sondern auch direkt entwurzelt. Normalerweise fallen Stämme doch auf’s Haus und nicht umgekehrt. Hier läuft wirklich immer alles anders.

Aber an sich war es abzusehen. Die Sonnenblumen waren einfach zu hübsch anzusehen und irgendeinen Grund gibt es jedes Jahr, der sie umwirft oder abknickt, sei es Max mit dem Rasenmäher, Shela, die nicht mehr bremsen kann, oder einfach der Wind. Da ist die Variante dieses Jahr direkt kreativ.
Nächstes Jahr guerillagärtner ich dann halt in einer anderen Ecke.
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