Juni · Bereinigen, Loslassen & Verzeihen
Die sechste Rauhnacht steht symbolisch für den Juni.
Für Bereinigung, Loslassen und für das Verzeihen – anderen gegenüber und dir selbst.
Beginne den Tag wie an den vorherigen Rauhnächten mit einem Eintrag in dein Notizbuch.
Notiere dir deine Träume oder die Gedanken und Gefühle, die beim Aufwachen präsent waren.
Oft zeigen sie, was noch festhält – oder was bereit ist zu gehen.
Eine Räucherung kann auch heute den Übergang in den Tag begleiten.
Nicht als Pflicht, sondern als bewusster Schnitt zwischen gestern und heute.
Diese Rauhnacht führt nach draußen.
Unabhängig vom Wetter.
Geh hinaus und nimm wahr, was dir begegnet:
die Kälte auf der Haut
den Regen
die Sonne
den Wind
den Himmel über dir
Bleib einen Moment stehen.
Nicht, um etwas zu denken, sondern um zu spüren.
Natur klärt, ohne zu erklären.
Im Laufe des Tages darf etwas entstehen, das nährt.
Backe aus dem vorbereiteten Sauerteig kleine Brotringe.
Wenn es sich stimmig anfühlt, kannst du sie leicht räuchern.
Die Brotringe stehen dafür, dass das Brot nicht ausgehen möge –
für Gesundheit, Wohlstand und Versorgung.
Wer einen Brotring isst, nimmt den Segen in sich auf.
Wer ihn bewahren möchte, hängt ihn in die Küche oder in die Stube.
Bereite kleine Kärtchen mit guten Wünschen vor.
Für Nachbarn, Freundinnen, Freunde oder Verwandte.
Geben und Teilen gehören in diese Rauhnacht.
Vergiss dabei dich selbst nicht.
Auch für dich darf ein Brotring da sein.
Auch für dich darf ein Wunsch geschrieben werden.
Der Juni steht für Wachstum.
Und Wachstum braucht Platz.
Verzeihen schafft diesen Platz.
Beende den Tag vor dem Schlafengehen mit einem Eintrag in dein Notizbuch:
- Was konnte heute losgelassen werden?
- Wem oder was konntest du verzeihen?
- Wie hast du dich dabei gefühlt – im Körper, im Herzen?
Vielleicht findest du auch heute einen kleinen Gegenstand, der diesen Tag für dich symbolisiert und deinem Notizbuch beigelegt werden möchte.


