Oktober · Visionen & Balance
Die zehnte Rauhnacht steht symbolisch für den Oktober.
Für Visionen, innere Bilder und das feine Gleichgewicht zwischen den Welten – innen wie außen.
Beginne den Tag mit einem Eintrag in dein Notizbuch.
Notiere deine Träume oder die Gedanken und Gefühle, die beim Aufwachen präsent waren.
Oft zeigen sie heute weniger Richtung als Tiefe. Beides ist wertvoll.
Eine Räucherung kann auch an diesem Tag den Übergang begleiten.
Nicht, um Grenzen zu verwischen, sondern um sie bewusst wahrzunehmen.
In alten Überlieferungen heißt es, dass in den Rauhnächten die Seelen aus der Anderswelt uns nahekommen.
Manche besuchen, manche erinnern, manche suchen Orientierung.
Es wird auch von erdgebundenen Seelen gesprochen – von solchen, die den Weg nicht finden oder ihn noch nicht gehen können.
Diese Rauhnacht lädt dazu ein, beides anzuerkennen.
Die Besucher willkommen zu heißen.
Und den Suchenden Frieden und Richtung zu wünschen.
Du kannst dies auf deine eigene Weise tun:
mit einer Kerze
mit stiller Visualisierung
mit gesprochenen Worten oder innerem Dialog
mit einer Räucherung, etwa aus Engelwurz
oder einfach durch achtsame Präsenz
Wähle nur das, was sich für dich stimmig und ruhig anfühlt.
Es geht nicht um Rituale, sondern um Haltung.
Der Oktober erinnert daran, dass Visionen nicht nur nach vorne zeigen.
Manche führen nach innen.
Balance entsteht, wenn wir beides zulassen, ohne uns darin zu verlieren.
Beende den Tag vor dem Schlafengehen mit einem Eintrag in dein Notizbuch:
- Welche Bilder oder Gedanken haben dich heute begleitet?
- Wo hast du Balance gespürt – oder vermisst?
- Was darf leichter werden, damit deine Visionen Raum haben?
Vielleicht findest du auch heute einen kleinen Gegenstand, der diesen Tag für dich symbolisiert und deinem Notizbuch beigelegt werden möchte.


