11. Rauhnacht: 4. Januar

November · Loslassen & Abschied

Die elfte Rauhnacht steht symbolisch für den November.
Für Abschied, für das bewusste Loslassen und für die Frage, was bleiben darf, wenn Überflüssiges geht.

Beginne den Tag wie an den vorherigen Rauhnächten mit einem Eintrag in dein Notizbuch.
Notiere deine Träume oder die Gedanken und Gefühle, die beim Aufwachen präsent waren.
Heute dürfen sie roh sein. Unsortiert. Ehrlich.

Eine Räucherung kann auch diesen Tag begleiten.
Nicht, um etwas zu vertreiben, sondern um innerlich Platz zu schaffen.

Nimm dir im Laufe des Tages einen Moment und frage dich ganz schlicht:
Wie geht es mir gerade?
Ohne Analyse. Ohne Bewertung.
Die Antwort darf kurz sein. Oder gar keine Worte brauchen.

Diese Rauhnacht richtet den Blick nach vorne – nicht hektisch, sondern bewusst.
Frage dich:
Was möchte ich in diesem gerade begonnenen Jahr verwirklichen?

Nimm dir Zeit und schreibe alles auf, was dir in den Sinn kommt.
Ohne Zensur, ohne Realitätscheck.

Teile deine Liste anschließend in zwei Spalten:

  • Dieses Jahr
  • Später

Nicht alles muss sofort geschehen.
Manches braucht Reifezeit.
Loslassen heißt auch: den richtigen Zeitpunkt anerkennen.

Im nächsten Schritt darf es still werden.
Setz dich oder lege dich hin.
Schließe die Augen, wenn es sich gut anfühlt.

Richte deine Aufmerksamkeit nach innen und frage dich in einer kurzen Meditation:
Wie könnte zumindest ein Teil meiner Ideen, Pläne oder Visionen real Gestalt annehmen?
Nicht als To-do-Liste.
Sondern als innere Bewegung, als erstes Bild, als Gefühl von Richtung.

Nimm dir dafür Zeit.
Hetze nicht.
Der November arbeitet langsam, aber gründlich.

Beende den Tag vor dem Schlafengehen mit einem Eintrag in dein Notizbuch:

  • Was durfte heute gehen?
  • Was fühlt sich bereit an, im neuen Jahr zu wachsen?
  • Was braucht noch Geduld?

Vielleicht findest du auch heute einen kleinen Gegenstand, der diesen Tag für dich symbolisiert und deinem Notizbuch beigelegt werden möchte.

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