Februar · Innere Führung & inneres Licht
Die zweite Rauhnacht steht symbolisch für den Februar.
Für innere Führung, für das leise Wissen darum, was dir guttut – und was nicht.
Beginne den Tag, wenn möglich, bewusst.
Notiere dir nach dem Aufwachen deine Träume im Notizbuch.
Falls du dich nicht erinnerst, halte stattdessen fest, welche Gedanken und Gefühle beim Aufwachen da waren. Auch das ist eine Form innerer Stimme.
Wie an den anderen Rauhnächten kann eine Räucherung den Tag begleiten.
Nicht als Pflicht, sondern als Zeichen: Jetzt beginnt etwas Eigenes.
Beobachte den Rauch. Das Licht. Die Stille.
Diese Rauhnacht ist den Vorfahren gewidmet.
Du kannst ihnen auf unterschiedliche Weise gedenken:
- bei einem Besuch auf dem Friedhof
- mit einer Kerze zu Hause
- beim Betrachten alter Familienfotos
- durch das Zeichnen oder Studieren eines Stammbaums
Du musst deine Ahnen nicht gekannt haben, um ihnen zu danken.
Es reicht zu wissen: Ohne sie wärst du nicht hier. Nicht mehr. Nicht weniger.
Wenn du magst, sprich mit ihnen, als wären sie anwesend.
Sag Dank. Stell Fragen. Sag auch, was schwer war. Oder was dich ärgert.
Alles darf da sein.
Im weiteren Verlauf des Tages kannst du den Blick auf dein eigenes Leben richten.
Auf das vergangene Jahr – und, wenn es sich stimmig anfühlt, auch auf frühere Abschnitte.
Nicht, um zu urteilen. Sondern um innerlich Frieden zu schließen.
Diese Rauhnacht eignet sich besonders für Vergebung.
- anderen gegenüber
- dir selbst gegenüber
- und auch für das Bitten um Verzeihung
Das muss nicht persönlich geschehen.
Du kannst Gedanken oder Namen aufschreiben und den Zettel anschließend verbrennen.
Nicht als Drama, sondern als Zeichen des Loslassens.
Als Ausgleich darf heute etwas Kreatives entstehen.
Schnitzen, malen, schreiben, formen – etwas, das aus deinen Händen kommt und nichts leisten muss.
Wenn es etwas Unerledigtes gibt, das sich heute gut abschließen lässt, ist dies ein passender Moment dafür. Klein reicht. Vollständig zählt mehr als groß.
Beende den Tag wie gewohnt mit einem Eintrag in dein Notizbuch:
- Was hat sich heute gezeigt?
- Welche Erinnerungen oder Gefühle waren präsent?
- Gab es einen Moment von innerem Licht oder Klarheit?
Vielleicht findest du auch heute etwas, das diesen Tag symbolisiert und deinem Notizbuch beigelegt werden möchte.


