4. Rauhnacht: 28. Dezember

April · Aufbruch & Wandel

Die vierte Rauhnacht steht symbolisch für den April.
Für Aufbruch, Wandel und die Kraft des Neubeginns, die oft leise beginnt.

Dieser Tag trägt zwei Ebenen in sich.
Im kirchlichen Kalender ist es der Tag der unschuldigen Kindlein.
In alten Überlieferungen gehört diese Zeit zugleich in den Umkreis des Wilden Heeres, das von Perchta geführt wird – auch bekannt als Frau Holle. Hüterin der Übergänge, der Seelen, der Ordnung und des Wandels.

Beginne den Tag wie an den vorherigen Rauhnächten mit einem Eintrag in dein Notizbuch.
Halte deine Träume fest oder notiere die Gedanken und Gefühle, die beim Aufwachen da waren.
Gerade an diesem Tag können sie Hinweise auf innere Bewegungen geben.

Eine Räucherung kann den Übergang in den Tag begleiten.
Nicht zur Beschwörung, sondern als bewusster Akt: Ich nehme diesen Tag wahr.

Zu Ehren von Perchta oder Frau Holle kannst du im Laufe des Tages eine kleine Gabe darbringen.
Wenn möglich, lege sie unter einen Hollerstrauch.
Geeignet sind einfache, natürliche Dinge:

  • Äpfel oder Karotten
  • Nüsse
  • getrocknete Rosenblätter
  • bemalte Steine oder Edelsteine
  • oder ein kleiner Brief an die Geisterwelt, an Ahnen, Heilige oder das, was für dich zwischen den Welten steht

Die Gabe ist kein Handel.
Sie ist ein Zeichen von Achtung, Dankbarkeit und Anerkennung des Wandels.

Diese Rauhnacht lädt dazu ein, Übergänge bewusst wahrzunehmen.
Das Alte würdigen, ohne daran festzuhalten.
Dem Neuen Raum geben, ohne es zu erzwingen.

Beende den Tag mit einem Eintrag in dein Notizbuch:

  • Wo spürst du gerade Aufbruch oder Veränderung?
  • Was darf sich wandeln?
  • Was möchtest du behutsam mit ins Neue nehmen?

Vielleicht findest du auch heute einen kleinen Gegenstand, der diesen Tag für dich symbolisiert.

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