Frauen stellen mehr als die Hälfte der Weltbevölkerung und doch drehen sich die Nachrichten oft nur um das Schaulaufen machthungriger Männer. Daran wird sich jetzt etwas ändern!
Jeden Montag berichte ich euch Feminist News – Nachrichten, die FLINTA* betreffen. Damit wir die Welt so sehen, wie sie ist.
Der große Rückschritt
Eigentlich dachte man ja: Rechte für Frauen und marginalisierte Gruppen entwickeln sich wie ein Einbahnstraßen-Schild in die richtige Richtung. Schritt für Schritt. Langsam vielleicht, aber eben vorwärts. Die Realität 2025 zeigt: Leider falsch gedacht.
In den USA sorgt Präsident Trump mit Aussagen wie „Dinge, die zu Hause passieren, bezeichnen sie als Verbrechen“ dafür, dass häusliche Gewalt quasi verharmlost und aus der Statistik gedrängt wird. Wer das hört, merkt: es geht nicht um mehr Freiheit, sondern um weniger Schutz – vor allem für Frauen.
Und das ist kein Einzelfall. Weltweit erleben wir eine erstarkende Gegenbewegung: Anti-Gender-Politik, Angriffe auf reproduktive Rechte, Kürzungen bei Schutzräumen und Beratungsstellen. Es wird nicht mehr nur gebremst, sondern aktiv zurückgedreht.
Das Bittere: Auch bei uns wird immer lauter gefordert, Gleichstellung einzuschränken. Mal getarnt als „Tradition bewahren“, mal als „Schutz der Familie“, mal als „Genderwahn stoppen“. Klingt harmlos, ist aber immer dasselbe Muster: Frauen zurück an den Herd, Macht zurück zu den alten Strukturen.
Wenn wir glauben, die Rechte, die wir haben, seien sicher, dann geben wir das Feld kampflos her. Feminismus ist kein Status, den man einmal erreicht und dann einrahmt. Er ist ein Prozess – und der kann auch rückwärtslaufen, wenn wir nicht aufpassen.
Wir sind nicht machtlos. Frauen und Allys weltweit organisieren sich, machen aufmerksam, klagen ein, gehen auf die Straße. Und wir hier? Wir können hinschauen, widersprechen, wählen, schreiben, laut sein – auch wenn es unbequem ist.


