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Familie: Opa hatte schon wieder Besuch vom Sanka. Zum Glück durfte er nach den Notfallmaßnahmen zuhause bleiben, aber es reicht langsam – sein Körper testet wohl, wie viele Adrenalinschübe die Familie noch verkraftet. Parallel bin ich quasi im Auftrag auf der Suche nach einer Wohnung im Umkreis Cham. Sie sollte zwei Zimmer haben und möglichst im Erdgeschoss liegen oder über einen Aufzug verfügen. Ein ruhiger Mieter ist garantiert.
Tiere: Fritz hatte einen Unfall, steckt aber schon wieder den Kopf in den Wind wie ein kleiner Held. Beim Freiflug hat er sich in Fliegenpapier eingewickelt und einiges an Federn gelassen. Die restliche Bande verhält sich wie immer: laut, verfressen, liebenswert.
Hof & Alltag: Es wird gebaut, geplant, geflucht. Der Herbst färbt die Bäume, die To-do-Listen bleiben lang, und zwischen Tierfutter, Versicherungen und Blogtexten fühlt sich jeder Tag an wie eine kleine Generalprobe für den echten Pfauenhof.
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In Japan gibt’s Cafés, in denen man statt Kaffee einfach nur eine Stunde Schlaf mietet.
Geheimtipp des Tages:
Wer Musik oder Hörbücher zum Einschlafen braucht, aber niemanden stören will, einen Partner hat, der im Bett noch Nachrichten schaut oder sich einfach zum Schlafen zuhause oder auf Reisen komplett abschotten will, dem kann ich Schlafkopfhörer* wirklich empfehlen. Sowas gibt es übrigens auch mit süßen Motiven für Kinder*.
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Auf dem Papier klingt Selbstversorgung romantisch: Hühner, Holz, Sonne, Frieden. In echt klingt es nach Hammer, Gelächter, und gelegentlich nach sehr deutlichem Fluchen. Willkommen in unserer ganz eigenen Fehlerkultur.
Theorie trifft auf Realität (und verliert meist)
Man stellt sich das so idyllisch vor: Sonne auf Holz, Hühner im Gras, alles läuft harmonisch. In Wahrheit läuft höchstens jemand gegen die Schubkarre. Seit wir den Pfauenhof aufbauen, besteht unser Alltag aus Versuch, Irrtum und Improvisation. Wir wollten Struktur schaffen – stattdessen hat das Chaos einfach den besseren Kalender. Und ehrlich gesagt? Wir haben uns daran gewöhnt.
Wir lernen, wie man Zäune baut, ohne sich selbst einzumauern. Wie man Tiere versteht, die sich konsequent nicht an Ratgeber halten. Und wie man akzeptiert, dass Perfektion nur auf Pinterest funktioniert.
Fehler sind unser Inventar
Hier fliegt kein Vogel perfekt. Wir haben Bretter zu kurz gesägt, Nägel vergessen, Dinge festgeschraubt, die beweglich bleiben sollten. Wir haben Futter gekauft, das nur beleidigt beäugt wurde, und Nächte mit „Wie erkennt man ein gekränktes Huhn?“ googeln verbracht.
Unsere Fehler sind keine Peinlichkeiten. Sie sind Beweisstücke, dass wir tun. Lernen auf dem Pfauenhof ist kein Kurs – es ist eine unendliche Prüfung mit den Fächern Improvisation, Geduld und Fluchen für Fortgeschrittene.
Kabelbinder statt Prinzipien
Am Anfang wollten wir alles „richtig“ machen: richtig planen, richtig bauen, richtig streichen. Dann kam das Leben vorbei, grinste kurz und drückte uns den Hammer in die Hand. Seitdem lautet die Regel: Richtig ist, was hält. Und notfalls halten Kabelbinder* länger als Prinzipien.
Fehlerkultur ist hier kein Buzzword, sondern Alltag. Sie heißt: tief durchatmen, lachen, fluchen, reparieren, weitermachen. Nicht jedes Missgeschick braucht eine Moral. Manchmal reicht ein Pflaster, ein Kaffee und der Satz: „Beim nächsten Mal andersrum.“
Lernen, wie man weitermacht
Das eigentlich Wertvolle ist nicht das perfekte Ergebnis, sondern dass wir’s immer wieder versuchen. Stolz auf Perfektion ist überbewertet. Stolz auf Durchhalten, auf Humor, auf Weitermachen – das ist echtes Wachstum.
Der Pfauenhof entsteht nicht trotz, sondern wegen unserer Fehler. Jeder Kratzer, jedes schiefe Brett, jedes improvisierte Provisorium erzählt davon, dass wir lebendig sind.
Und falls der Zaun wieder umfällt? Dann sagen wir einfach: „Er wollte nur mal kurz Pause machen.“
Diese Narben zeigen nichts anderes als die Knechtschaft unter Hühnern, Katzen und Kaninchen. Die wissen, wo es besonders dramatisch wirkt. Einen besseren Plan gibt es übrigens aktuell nicht.
Wenn du mehr ehrliche Einblicke in unser Pfauenhof-Chaos willst, abonniere unseren Newsletter. Kein Filter, kein Hochglanz, nur echtes Leben mit Tieren, Träumen und Kabelbindern.
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Frauen stellen mehr als die Hälfte der Weltbevölkerung und doch drehen sich die Nachrichten oft nur um das Schaulaufen machthungriger Männer. Daran wird sich jetzt etwas ändern!
Jeden Montag berichte ich euch Feminist News – Nachrichten, die FLINTA* betreffen. Damit wir die Welt so sehen, wie sie ist.
Lettland und die Istanbul-Konvention – Wenn Frauenrechte zur Verhandlungsmasse werden
In Lettland tobt ein Streit um ein Abkommen, das eigentlich niemanden bedrohen sollte: die Istanbul-Konvention. Sie ist das wichtigste internationale Übereinkommen gegen Gewalt an Frauen und häusliche Gewalt. Unterzeichnet hat Lettland sie bereits 2016, ratifiziert aber nie. Nun diskutiert das Parlament darüber, die Unterschrift offiziell zurückzuziehen. Juristisch ist das kein Austritt, sondern ein politischer Rückzieher. Symbolisch ist es ein Faustschlag gegen alle, die für Gleichberechtigung und Schutzrechte kämpfen.
Das Ganze ist kein Zufall, sondern ein Symptom. Konservative und religiöse Kräfte in Lettland – allen voran Teile der Nationalen Allianz – argumentieren, die Konvention führe eine „Gender-Ideologie“ ein, bedrohe die traditionelle Familie und öffne der „moralischen Auflösung“ Tür und Tor. Diese Formulierung hat man in Polen, Ungarn oder der Slowakei schon gehört, immer dann, wenn Gleichberechtigung unbequem wird.
Dabei geht es in der Konvention um nüchterne Dinge: Prävention, Schutzräume, Ausbildung von Polizei und Justiz, verbindliche Maßnahmen gegen Gewalt. Keine Gender-Agenda, keine Ideologie, sondern Überlebenssicherung. Trotzdem wird das Abkommen seit Jahren als trojanisches Pferd diffamiert – ein rhetorischer Trick, der Angst erzeugen soll, wo eigentlich Verantwortung gefragt wäre.
Lettland hat eine der höchsten Raten an häuslicher Gewalt in der EU. Studien des lettischen Frauenverbands Marta zeigen, dass mehr als 30 % der Frauen körperliche oder sexuelle Gewalt erfahren haben. Gleichzeitig fehlen landesweit ausreichend Frauenhäuser, psychologische Hilfe und konsequente Strafverfolgung. Genau hier würde die Konvention ansetzen. Doch statt Lösungen werden Parolen geliefert.
Der mögliche Rückzug aus der Istanbul-Konvention ist daher mehr als nationale Symbolpolitik. Er zeigt, wie schnell Frauenrechte in Europa wieder verhandelbar werden, wenn Populismus und Angst vor „westlicher Einmischung“ Oberhand gewinnen. Und wie bereitwillig manche Regierungen internationale Verpflichtungen opfern, um konservative Wähler:innen zu beruhigen.
In Riga protestierten letzte Woche Hunderte Aktivist:innen gegen das Vorhaben. Sie hielten Plakate mit der Aufschrift „Protect Women, Not Ideology“ und „Our Safety Is Not Negotiable“. Die Botschaft ist klar: Gewalt ist keine Meinung, Gleichberechtigung keine Bedrohung.
Europa schaut hin – oder sollte es zumindest. Denn Lettland ist nicht allein. In mehreren Staaten wird die Istanbul-Konvention derzeit politisch instrumentalisiert. Polen hat bereits den Austritt beschlossen, die Türkei hat ihn vollzogen, und in Bulgarien und Ungarn wurde die Ratifizierung blockiert. Der Widerstand folgt überall demselben Muster: Angst vor Emanzipation, getarnt als Schutz der Familie.
Die Debatte in Lettland erinnert uns daran, dass Fortschritt kein Zustand, sondern ein Prozess ist. Frauenrechte müssen jeden Tag verteidigt werden – auch und gerade dort, wo sie scheinbar selbstverständlich sind. Denn sobald Gleichstellung zur Verhandlungsmasse wird, verliert sie ihren Kern: den Anspruch auf Unverhandelbarkeit.
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Schlechte Nachrichten kann jeder. Hier gibt’s positive, überraschende und manchmal kuriose Meldungen aus aller Welt als kleinen Sonnenstrahl.
Hilfe für wohnungslose Frauen wird sichtbarer
Wohnungslosigkeit ist in Deutschland längst kein Randthema mehr – und sie betrifft immer häufiger Frauen. Viele von ihnen tauchen gar nicht erst in der Statistik auf, weil sie keine sichtbare Straße haben, sondern von Couch zu Couch wandern, bei Bekannten unterkommen oder in unsicheren Beziehungen bleiben, um nicht auf der Straße zu landen.
Lange wurde dieses Thema ignoriert. Doch endlich bewegt sich etwas.
💜 Neue Wege aus der Unsichtbarkeit
Immer mehr Kommunen und Organisationen erkennen, dass Frauen andere Schutzräume brauchen als Männer. Bundesweit entstehen Programme, die speziell auf ihre Bedürfnisse eingehen:
Bundesweite Netzwerke wie die Frauenhauskoordinierung, die auf politischer Ebene Druck machen, damit Frauen nicht länger in gemischten Einrichtungen untergebracht werden, in denen sie oft erneut Gewalt erfahren.
Auch die Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe (BAG W) zeigt in ihren aktuellen Zahlen: Frauen in der Wohnungslosigkeit werden endlich sichtbar – und das verändert, wie über Hilfsangebote gedacht wird.
🦚 Wie der Pfauenhof Teil der Lösung werden kann
Der Pfauenhof war von Anfang an mehr als ein Traum vom Landleben. Er ist ein Ort für Menschen, die Sicherheit, Wärme und zweite Chancen brauchen. Darum wollen wir langfristig Schutzzimmer, Übergangsplätze und Begleitprogramme nur für Frauen schaffen – kombiniert mit Natur, Kreativität und Gemeinschaft.
Wir wollen:
Räume für Frauen, die einen sicheren Platz brauchen,
Workshops, Beratung und kreative Therapieangebote,
Kooperationen mit bestehenden Frauenhäusern, Vereinen und Netzwerken.
So entsteht aus Mitgefühl Struktur – und aus einem Hof eine Familie auf Zeit.
✨ Warum das Good News sind
Weil Veränderung sichtbar wird. Weil Frauen, die früher unsichtbar waren, endlich gesehen und geschützt werden. Und weil jeder Ort, der Mitgefühl in Handlung verwandelt, zeigt: es geht auch anders.
Der Pfauenhof steht für diese Haltung – leise, konsequent, liebevoll. Ein Zuhause ist mehr als ein Dach. Es ist die Gewissheit, willkommen zu sein.
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