Pfauenhof News #9

Hier kommt dein Pfauenhof News Update!

Gesundheit & Stimmung:
Wir sind alle noch nicht ganz auf der Höhe. Diese ewige Mischung aus Husten, Müdigkeit und „Körper will nicht“ zieht sich durch Mensch und Tier. Selbst Koffein wirkt eher wie Placebo.

Familie:
Opa hatte schon wieder Besuch vom Sanka. Zum Glück durfte er nach den Notfallmaßnahmen zuhause bleiben, aber es reicht langsam – sein Körper testet wohl, wie viele Adrenalinschübe die Familie noch verkraftet. Parallel bin ich quasi im Auftrag auf der Suche nach einer Wohnung im Umkreis Cham. Sie sollte zwei Zimmer haben und möglichst im Erdgeschoss liegen oder über einen Aufzug verfügen. Ein ruhiger Mieter ist garantiert.

Tiere:
Fritz hatte einen Unfall, steckt aber schon wieder den Kopf in den Wind wie ein kleiner Held. Beim Freiflug hat er sich in Fliegenpapier eingewickelt und einiges an Federn gelassen. Die restliche Bande verhält sich wie immer: laut, verfressen, liebenswert.

Hof & Alltag:
Es wird gebaut, geplant, geflucht. Der Herbst färbt die Bäume, die To-do-Listen bleiben lang, und zwischen Tierfutter, Versicherungen und Blogtexten fühlt sich jeder Tag an wie eine kleine Generalprobe für den echten Pfauenhof.


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Pfauenhof heißt lernen – und manchmal fluchen wir dabei ziemlich laut

Auf dem Papier klingt Selbstversorgung romantisch: Hühner, Holz, Sonne, Frieden. In echt klingt es nach Hammer, Gelächter, und gelegentlich nach sehr deutlichem Fluchen. Willkommen in unserer ganz eigenen Fehlerkultur.

Theorie trifft auf Realität (und verliert meist)

Man stellt sich das so idyllisch vor: Sonne auf Holz, Hühner im Gras, alles läuft harmonisch. In Wahrheit läuft höchstens jemand gegen die Schubkarre. Seit wir den Pfauenhof aufbauen, besteht unser Alltag aus Versuch, Irrtum und Improvisation.
Wir wollten Struktur schaffen – stattdessen hat das Chaos einfach den besseren Kalender. Und ehrlich gesagt? Wir haben uns daran gewöhnt.

Wir lernen, wie man Zäune baut, ohne sich selbst einzumauern. Wie man Tiere versteht, die sich konsequent nicht an Ratgeber halten. Und wie man akzeptiert, dass Perfektion nur auf Pinterest funktioniert.

Fehler sind unser Inventar

Hier fliegt kein Vogel perfekt. Wir haben Bretter zu kurz gesägt, Nägel vergessen, Dinge festgeschraubt, die beweglich bleiben sollten. Wir haben Futter gekauft, das nur beleidigt beäugt wurde, und Nächte mit „Wie erkennt man ein gekränktes Huhn?“ googeln verbracht.

Unsere Fehler sind keine Peinlichkeiten. Sie sind Beweisstücke, dass wir tun. Lernen auf dem Pfauenhof ist kein Kurs – es ist eine unendliche Prüfung mit den Fächern Improvisation, Geduld und Fluchen für Fortgeschrittene.

Kabelbinder statt Prinzipien

Am Anfang wollten wir alles „richtig“ machen: richtig planen, richtig bauen, richtig streichen. Dann kam das Leben vorbei, grinste kurz und drückte uns den Hammer in die Hand. Seitdem lautet die Regel: Richtig ist, was hält. Und notfalls halten Kabelbinder* länger als Prinzipien.

Fehlerkultur ist hier kein Buzzword, sondern Alltag. Sie heißt: tief durchatmen, lachen, fluchen, reparieren, weitermachen. Nicht jedes Missgeschick braucht eine Moral. Manchmal reicht ein Pflaster, ein Kaffee und der Satz: „Beim nächsten Mal andersrum.“

Lernen, wie man weitermacht

Das eigentlich Wertvolle ist nicht das perfekte Ergebnis, sondern dass wir’s immer wieder versuchen. Stolz auf Perfektion ist überbewertet. Stolz auf Durchhalten, auf Humor, auf Weitermachen – das ist echtes Wachstum.

Der Pfauenhof entsteht nicht trotz, sondern wegen unserer Fehler. Jeder Kratzer, jedes schiefe Brett, jedes improvisierte Provisorium erzählt davon, dass wir lebendig sind.

Und falls der Zaun wieder umfällt? Dann sagen wir einfach: „Er wollte nur mal kurz Pause machen.“

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Feminist Monday #7

Frauen stellen mehr als die Hälfte der Weltbevölkerung und doch drehen sich die Nachrichten oft nur um das Schaulaufen machthungriger Männer. Daran wird sich jetzt etwas ändern!

Jeden Montag berichte ich euch Feminist News – Nachrichten, die FLINTA* betreffen. Damit wir die Welt so sehen, wie sie ist.

Lettland und die Istanbul-Konvention – Wenn Frauenrechte zur Verhandlungsmasse werden

In Lettland tobt ein Streit um ein Abkommen, das eigentlich niemanden bedrohen sollte: die Istanbul-Konvention. Sie ist das wichtigste internationale Übereinkommen gegen Gewalt an Frauen und häusliche Gewalt. Unterzeichnet hat Lettland sie bereits 2016, ratifiziert aber nie. Nun diskutiert das Parlament darüber, die Unterschrift offiziell zurückzuziehen. Juristisch ist das kein Austritt, sondern ein politischer Rückzieher. Symbolisch ist es ein Faustschlag gegen alle, die für Gleichberechtigung und Schutzrechte kämpfen.

Das Ganze ist kein Zufall, sondern ein Symptom. Konservative und religiöse Kräfte in Lettland – allen voran Teile der Nationalen Allianz – argumentieren, die Konvention führe eine „Gender-Ideologie“ ein, bedrohe die traditionelle Familie und öffne der „moralischen Auflösung“ Tür und Tor. Diese Formulierung hat man in Polen, Ungarn oder der Slowakei schon gehört, immer dann, wenn Gleichberechtigung unbequem wird.

Dabei geht es in der Konvention um nüchterne Dinge: Prävention, Schutzräume, Ausbildung von Polizei und Justiz, verbindliche Maßnahmen gegen Gewalt. Keine Gender-Agenda, keine Ideologie, sondern Überlebenssicherung. Trotzdem wird das Abkommen seit Jahren als trojanisches Pferd diffamiert – ein rhetorischer Trick, der Angst erzeugen soll, wo eigentlich Verantwortung gefragt wäre.

Lettland hat eine der höchsten Raten an häuslicher Gewalt in der EU. Studien des lettischen Frauenverbands Marta zeigen, dass mehr als 30 % der Frauen körperliche oder sexuelle Gewalt erfahren haben. Gleichzeitig fehlen landesweit ausreichend Frauenhäuser, psychologische Hilfe und konsequente Strafverfolgung. Genau hier würde die Konvention ansetzen. Doch statt Lösungen werden Parolen geliefert.

Der mögliche Rückzug aus der Istanbul-Konvention ist daher mehr als nationale Symbolpolitik. Er zeigt, wie schnell Frauenrechte in Europa wieder verhandelbar werden, wenn Populismus und Angst vor „westlicher Einmischung“ Oberhand gewinnen. Und wie bereitwillig manche Regierungen internationale Verpflichtungen opfern, um konservative Wähler:innen zu beruhigen.

In Riga protestierten letzte Woche Hunderte Aktivist:innen gegen das Vorhaben. Sie hielten Plakate mit der Aufschrift „Protect Women, Not Ideology“ und „Our Safety Is Not Negotiable“. Die Botschaft ist klar: Gewalt ist keine Meinung, Gleichberechtigung keine Bedrohung.

Europa schaut hin – oder sollte es zumindest. Denn Lettland ist nicht allein. In mehreren Staaten wird die Istanbul-Konvention derzeit politisch instrumentalisiert. Polen hat bereits den Austritt beschlossen, die Türkei hat ihn vollzogen, und in Bulgarien und Ungarn wurde die Ratifizierung blockiert. Der Widerstand folgt überall demselben Muster: Angst vor Emanzipation, getarnt als Schutz der Familie.

Die Debatte in Lettland erinnert uns daran, dass Fortschritt kein Zustand, sondern ein Prozess ist. Frauenrechte müssen jeden Tag verteidigt werden – auch und gerade dort, wo sie scheinbar selbstverständlich sind. Denn sobald Gleichstellung zur Verhandlungsmasse wird, verliert sie ihren Kern: den Anspruch auf Unverhandelbarkeit.

Quellen

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Good News #8

Schlechte Nachrichten kann jeder. Hier gibt’s positive, überraschende und manchmal kuriose Meldungen aus aller Welt als kleinen Sonnenstrahl.


Hilfe für wohnungslose Frauen wird sichtbarer

Wohnungslosigkeit ist in Deutschland längst kein Randthema mehr – und sie betrifft immer häufiger Frauen. Viele von ihnen tauchen gar nicht erst in der Statistik auf, weil sie keine sichtbare Straße haben, sondern von Couch zu Couch wandern, bei Bekannten unterkommen oder in unsicheren Beziehungen bleiben, um nicht auf der Straße zu landen.

Lange wurde dieses Thema ignoriert. Doch endlich bewegt sich etwas.

💜 Neue Wege aus der Unsichtbarkeit

Immer mehr Kommunen und Organisationen erkennen, dass Frauen andere Schutzräume brauchen als Männer.
Bundesweit entstehen Programme, die speziell auf ihre Bedürfnisse eingehen:

Auch die Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe (BAG W) zeigt in ihren aktuellen Zahlen: Frauen in der Wohnungslosigkeit werden endlich sichtbar – und das verändert, wie über Hilfsangebote gedacht wird.

🦚 Wie der Pfauenhof Teil der Lösung werden kann

Der Pfauenhof war von Anfang an mehr als ein Traum vom Landleben.
Er ist ein Ort für Menschen, die Sicherheit, Wärme und zweite Chancen brauchen.
Darum wollen wir langfristig Schutzzimmer, Übergangsplätze und Begleitprogramme nur für Frauen schaffen – kombiniert mit Natur, Kreativität und Gemeinschaft.

Wir wollen:

  • Räume für Frauen, die einen sicheren Platz brauchen,
  • Workshops, Beratung und kreative Therapieangebote,
  • Kooperationen mit bestehenden Frauenhäusern, Vereinen und Netzwerken.

So entsteht aus Mitgefühl Struktur – und aus einem Hof eine Familie auf Zeit.

✨ Warum das Good News sind

Weil Veränderung sichtbar wird.
Weil Frauen, die früher unsichtbar waren, endlich gesehen und geschützt werden.
Und weil jeder Ort, der Mitgefühl in Handlung verwandelt, zeigt: es geht auch anders.

Der Pfauenhof steht für diese Haltung – leise, konsequent, liebevoll.
Ein Zuhause ist mehr als ein Dach. Es ist die Gewissheit, willkommen zu sein.


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Erkältung? Läuft.

Im wahrsten Sinn des Wortes.

Ich weiß nicht, wer den Bazillen den Türcode gegeben hat, aber sie sind vollständig eingezogen. Erst ein leichtes Kratzen im Hals, dann die ganze Familie hustend im Chor, und jetzt klingt unser Wohnzimmer wie eine schlecht gelaunte Dampflok. Während Neo-Angin heldenhaft gegen die Krümelmonster im Rachen kämpft, versuche ich mit Sinupret den Rest meiner Atemwege zu überreden, ihren Job wieder aufzunehmen.

Der Gesundheitstrank hilft so halb – wahrscheinlich, weil ich ihn zwischen zwei Hustenanfällen verschütte. Aber manchmal braucht’s halt doch die moderne Hexenkunst aus der Apotheke. Zum Glück gibt’s apo.com*, wo man im Pyjama bestellen darf, ohne dass jemand den eigenen Elendstee sieht. Ein Klick, und schon machen sich Tabletten, Lutschtabletten und Taschentücher auf den Weg zum Lazarett Pfauenhof.

Das Kind hat beschlossen, dass Feuerwehrmann Sam die wahre Medizin ist. Offenbar heilt kindlicher Enthusiasmus besser als jedes Antibiotikum. Während Sam Pontypandy rettet, rette ich mich mit Ingwertee durch den Nachmittag, begleitet vom monotonen Pfeifen meiner eigenen Nebenhöhlen. Max schnauft irgendwo im Hintergrund, Shela rollt genervt mit den Augen, und die Hühner draußen haben vermutlich längst beschlossen, dass Menschen eine fehlerhafte Tierart sind.

Zwischendurch versuch ich zu schreiben – so lange, bis mir das Taschentuch davonfliegt oder das Hirn die Verbindung trennt. Aber ehrlich: Kranksein bringt eine merkwürdige Klarheit. Alles wird langsamer. Niemand erwartet etwas. Und plötzlich merkt man, dass die Welt sich auch weiterdreht, wenn man einfach nur Tee trinkt, Serien schaut und durch die Fensterscheibe auf nasse Wiesen starrt.

Für alle, die gerade ebenfalls durch den Schleim waten, hier meine offizielle Überlebensliste:

  • Neo-Angin* für den Hals (schmeckt nach Chemie und Hoffnung)
  • Sinupret* für den Kopf (bringt wenigstens das Gefühl, man tut was)
  • Thymian-Salbei-Tee für die Seele
  • Wärmflasche* fürs Gemüt
  • und Feuerwehrmann Sam* für die Moral.

Mehr braucht es eigentlich nicht – außer vielleicht jemanden, der einem die Suppe bringt, wenn man gerade nicht weiß, ob man schwitzt oder friert.

Also: Wenn du krank bist, gönn dir Ruhe. Wenn du gesund bist, genieß sie doppelt. Und falls du dich irgendwo dazwischen befindest – willkommen im Club. Der Pfauenhof hustet solidarisch mit dir.


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Feminist Monday #6

Frauen stellen mehr als die Hälfte der Weltbevölkerung und doch drehen sich die Nachrichten oft nur um das Schaulaufen machthungriger Männer. Daran wird sich jetzt etwas ändern!

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Die Männerpille: YCT-529

Verhütung war jahrzehntelang Frauensache. Pille, Spirale, Hormonspritze – und die dazugehörigen Nebenwirkungen gleich gratis mit dazu. Männer? Bisher nur mit Kondom oder Vasektomie im Spiel. Aber: Es tut sich was.

Forscher:innen haben mit YCT-529 eine hormonfreie Antibabypille für Männer in die erste klinische Prüfung geschickt – und die Ergebnisse klingen vielversprechend.

Wie funktioniert das Ganze?
YCT-529 blockiert ein bestimmtes Protein, das für die Spermienproduktion nötig ist. Keine Hormone, keine Manipulation am Testosteronspiegel – und damit auch keine typischen Nebenwirkungen wie Gewichtszunahme, Stimmungsschwankungen oder Libidoverlust.

Was zeigen die Tests bisher?

  • An Mäusen und Affen: 99 % wirksam gegen Schwangerschaften.
  • Reversibel: Nach Absetzen kam die Fruchtbarkeit nach 4–6 Wochen zurück.
  • Erste Sicherheitsprüfung am Menschen (16 Teilnehmer): keine relevanten Nebenwirkungen.
  • Der nächste Schritt: eine größere Studie in den USA, um Sicherheit und Wirksamkeit genauer zu prüfen.

Was wird sonst noch erforscht?

  • Hormongels für die Haut, die die Spermienbildung blockieren sollen.
  • Hormonpillen mit ähnlicher Wirkung wie die Pille für Frauen – aber eben mit denselben Risiken.
  • Polymer-Gels, die in die Samenleiter gespritzt werden und diese blockieren (praktisch das temporäre Gegenstück zur Vasektomie).

Und wie stehen Männer dazu?
Laut einer Meta-Analyse (2021) sind viele Männer grundsätzlich offen für neue Verhütungsmethoden. Die größten Sorgen: Nebenwirkungen. Genau da setzt YCT-529 an – weil es eben ohne Hormone auskommt.


Warum das ein feministisches Thema ist
  • Verantwortung teilen: Endlich könnte Verhütung nicht mehr nur die körperliche Last der Frauen sein.
  • Wahlfreiheit: Frauen hätten die Möglichkeit, die Verantwortung abzugeben oder sich die Verhütung zu teilen – ohne immer selbst „den Körper hinzuhalten“.
  • Machtverhältnisse: Wer über Verhütung entscheidet, hat Macht über Familienplanung. Mehr Optionen für Männer könnten das Gleichgewicht verändern.
Fazit

YCT-529 ist noch lange nicht im Apothekenregal. Aber die Richtung stimmt: hormonfrei, wirksam, reversibel. Wenn die Forschung so weitergeht, könnte die Frage „Wer kümmert sich um die Verhütung?“ in Zukunft endlich nicht mehr automatisch mit „die Frau“ beantwortet werden.

Quelle


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Good News #7

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Forscher entdecken biologische Ursachen für extreme Tagesschläfrigkeit

Wir alle kennen das: die Augen werden schwer, obwohl wir eigentlich genug geschlafen haben. Bisher hieß es oft: „Du bist halt gestresst, beweg dich mehr oder schlaf besser.“ Doch jetzt haben Forscher vom Brigham and Women’s Hospital in den USA herausgefunden: starke Tagesschläfrigkeit hat auch biologische Ursachen – und die lassen sich im Blut nachweisen.

In einer Studie mit über 6.000 Menschen wurden sieben Stoffwechselprodukte identifiziert, die beeinflussen, wie müde man tagsüber ist. Spannend dabei:

  • Omega-3 und Omega-6 Fettsäuren senken das Risiko für extreme Müdigkeit. Sie stecken in Fisch, Nüssen, Samen oder einfach in einer mediterranen Ernährung.
  • Tyramin, das in gereiftem Käse, Wurst oder Sauerkraut vorkommt, erhöht hingegen das Risiko – besonders bei Männern.
  • Auch bestimmte Hormone spielen mit hinein, die an der Melatoninproduktion beteiligt sind.

Das bedeutet: Tagesschläfrigkeit ist nicht immer nur Gewohnheit oder Lebensstil, sondern kann tief im Stoffwechsel verankert sein. Der nächste Schritt sind klinische Studien, um zu prüfen, ob gezielte Ernährung oder Nahrungsergänzungen helfen können.

Good News dabei: Wer ständig müde ist, ist nicht einfach „faul“ – es gibt biologische Gründe. Und das Beste: die Forschung zeigt schon erste Ansätze, wie man die Müdigkeit positiv beeinflussen kann.

Quelle

Ich beim Good News schreiben mit definitiv verkehrtem Stoffwechsel.

💡 Noch ein Tipp:
Wenn du jetzt denkst, „Vielleicht sollte ich mehr auf meine Vitamine achten“ – genau dazu habe ich schon mal einen Beitrag geschrieben. Dort findest du meine persönliche Vitamin-Routine und was mir im Alltag wirklich hilft. 👉Meine Vitamin-Routine – was bringt’s wirklich?


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🍂 Herbstmüdigkeit & kleine Wohlfühlhelfer

Der Oktober ist da – draußen wird es nass, kalt und windig. Morgens fühlt es sich an, als würde die Sonne ausschlafen, während man selbst schon aufstehen muss. Ich merke das jedes Jahr und teste gerade zusätzlich ein Melatoninspray, weil Schlaf für mich so ein Thema ist. Aber selbst wenn man sonst keine Probleme hat: im Herbst sind wir alle ein bisschen müder.

Photo by Pexels.com

Was mir hilft, ist eine Mischung aus kleinen Dingen, die den Alltag heller, wärmer und gemütlicher machen. Vielleicht sind es auch genau die Dinge, die dir durch die dunkleren Tage helfen:

Tageslichtlampe
Wenn die Sonne Urlaub macht, holt man sich das Licht einfach ins Zimmer. Meine Tageslichtlampe* ist morgens wie ein kleiner Energieschub – nicht so aufregend wie Espresso, aber längerfristig viel freundlicher zum Körper.

Kerzen & Windlichter
Ich liebe es, wenn überall Kerzen* brennen. Das Licht macht sofort eine andere Stimmung – warm, geborgen, ein bisschen so, als würde das Haus selbst atmen. Selbst wenn draußen der Wind die Kinder fast davonträgt, wird es drinnen hell und ruhig.

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Duftöle & Diffuser
Mit Tieren (und Männern) im Haus riecht es manchmal… sagen wir mal „lebendig“. Duftöle* schaffen es, dass trotzdem Gemütlichkeit einkehrt. Zimt, Orange, Vanille – für mich riecht es dann nach Herbstmarkt und Zuhause.

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Kuscheldecken & Wärmflaschen
Die Klassiker, aber unschlagbar. Wenn es draußen regnet, verkrieche ich mich am liebsten mit einer Decke*, einem Buch* und einem heißen Wärmekissen* auf dem Sofa. Es gibt kaum etwas, das so einfach und gleichzeitig so tröstlich ist.

Herbst muss nicht nur grau sein. Mit ein paar kleinen Helfern wird er zu einer Zeit, in der man es sich schön machen kann – hell, warm, gemütlich und ein bisschen nach Zimt duftend.


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Jane Goodall – die Frau, die uns zeigte, dass wir nicht allein sind

Jane Goodall ist tot. Am 1. Oktober 2025 starb sie während einer Vortragsreise in Los Angeles. Die Welt hat eine Wissenschaftlerin, Aktivistin und Ikone verloren – und viele Frauen spüren, dass hier jemand gegangen ist, der uns stärker geprägt hat, als Schlagzeilen es je wiedergeben könnten.

Kindheit mit Jubilee

Schon als kleines Mädchen war Jane fasziniert von Tieren. Ihr erster Gefährte: ein Stoffschimpanse namens Jubilee. Während andere Kinder mit Puppen spielten, beobachtete Jane Tiere im Garten – mit einer Geduld und Neugier, die später zur Basis ihres Lebenswerks wurde.

Revolution in Tansania

1960 begann sie im Gombe-Stream-Nationalpark ihre Schimpansenforschung. Ohne akademischen Abschluss, aber mit Mut, Notizblock und Fernglas.
Sie entdeckte:

  • Schimpansen stellen Werkzeuge her und benutzen sie.
  • Sie empfinden Freude und Trauer.
  • Sie haben komplexe soziale Strukturen – bis hin zu Kriegen zwischen Gruppen.

Goodalls Erkenntnisse stellten die damals geltende Wissenschaft auf den Kopf. „Nur der Mensch kann Werkzeuge herstellen“? – Falsch. „Tiere haben keine Kultur“? – Ebenfalls falsch.

Von der Forscherin zur Aktivistin

Später reichte ihr das reine Beobachten nicht mehr. Sie sah, wie Wälder verschwanden, wie Wilderer Tiere töteten, wie Lebensräume zerstört wurden. Also kämpfte sie:

  • 1977 gründete sie das Jane Goodall Institute.
  • Mit Roots & Shoots startete sie ein Jugendprogramm, das weltweit Kinder und Jugendliche für Umwelt- und Tierschutz begeistert.
  • 2002 wurde sie UN-Botschafterin des Friedens.
Eine Haltung, die radikal wirkt: Hoffnung

Jane Goodall glaubte an Veränderung. An die Fähigkeit des Menschen, besser zu werden. Für viele klingt das naiv. Für sie war es pure Konsequenz: Wer nicht an Hoffnung festhält, hat schon verloren.

„Was wir tun, macht einen Unterschied. Wir müssen nur entscheiden, was für einen Unterschied wir machen wollen.“ – Jane Goodall

Warum vor allem Frauen trauern

Männer in meinem Umfeld fragen: „Wer war das nochmal?“ Frauen wissen es. Sie wissen, was es heißt, wenn eine von uns die Welt so prägt, dass sie nicht mehr ignoriert werden kann. Jane Goodall hat gezeigt, dass Wissenschaft nicht kalt, sondern menschlich sein darf. Dass Empathie eine Stärke ist, kein Hindernis.

Ihr Erbe

Jane Goodall ist gestorben, aber ihr Wirken bleibt:

  • in den Wäldern Afrikas
  • in den Projekten des Jane Goodall Institute
  • in jeder Person, die Tiere und Natur nicht als Ressource, sondern als Mitwelt betrachtet

Und in uns allen, die wir uns fragen: Welchen Unterschied will ich machen?


Quellen & Weiterlesen

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Frauen stellen mehr als die Hälfte der Weltbevölkerung und doch drehen sich die Nachrichten oft nur um das Schaulaufen machthungriger Männer. Daran wird sich jetzt etwas ändern!

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Der große Rückschritt

Eigentlich dachte man ja: Rechte für Frauen und marginalisierte Gruppen entwickeln sich wie ein Einbahnstraßen-Schild in die richtige Richtung. Schritt für Schritt. Langsam vielleicht, aber eben vorwärts. Die Realität 2025 zeigt: Leider falsch gedacht.

In den USA sorgt Präsident Trump mit Aussagen wie „Dinge, die zu Hause passieren, bezeichnen sie als Verbrechen“ dafür, dass häusliche Gewalt quasi verharmlost und aus der Statistik gedrängt wird. Wer das hört, merkt: es geht nicht um mehr Freiheit, sondern um weniger Schutz – vor allem für Frauen.

Und das ist kein Einzelfall. Weltweit erleben wir eine erstarkende Gegenbewegung: Anti-Gender-Politik, Angriffe auf reproduktive Rechte, Kürzungen bei Schutzräumen und Beratungsstellen. Es wird nicht mehr nur gebremst, sondern aktiv zurückgedreht.

Das Bittere: Auch bei uns wird immer lauter gefordert, Gleichstellung einzuschränken. Mal getarnt als „Tradition bewahren“, mal als „Schutz der Familie“, mal als „Genderwahn stoppen“. Klingt harmlos, ist aber immer dasselbe Muster: Frauen zurück an den Herd, Macht zurück zu den alten Strukturen.

Wenn wir glauben, die Rechte, die wir haben, seien sicher, dann geben wir das Feld kampflos her. Feminismus ist kein Status, den man einmal erreicht und dann einrahmt. Er ist ein Prozess – und der kann auch rückwärtslaufen, wenn wir nicht aufpassen.

Wir sind nicht machtlos. Frauen und Allys weltweit organisieren sich, machen aufmerksam, klagen ein, gehen auf die Straße. Und wir hier? Wir können hinschauen, widersprechen, wählen, schreiben, laut sein – auch wenn es unbequem ist.