20. Dezember

Weihnachten ist zum Greifen nah – und deshalb wird es Zeit für ein kleines Geschenk von mir für euch:

Mein meisterhaftes, viel gerühmtes und bislang ungeschlagenes Waffelrezept.

Es ist schnell gemacht, zum Einfrieren geeignet und schmeckt das ganze Jahr nach Liebe.

Zutaten:
  • 2 EL Zucker
  • 50g zimmerwarme Butter
  • 1 verquirltes Ei
  • 1 Pck. Vanillezucker
  • 1 Fläschen Rumaroma
  • 100g Mehl
  • 100ml Milch
  • 1 Msp. Backpulver
  • Zimt oder Mixed Spices – nach Geschmack
Anleitung:
  • Das verquirlte Ei mit Zucker und Butter glatt verrühren, bis eine schaumige Masse entsteht.
  • Vanillezucker und Rumaroma unterrühren.
  • Mehl und Backpulver hinzufügen und gut vermengen. Der Teig wird jetzt etwas klebrig.
  • Nach und nach die Milch unterrühren, bis eine glatte, weiche Konsistenz entsteht.
  • Zimt oder Mixed Spices unterheben.
  • Den Teig portionsweise im heißen Waffeleisen goldbraun backen und am besten sofort heiß servieren.

Zum Schluss nur noch Puderzucker, Obst, Schoko- oder Karamellsauce – und fertig ist ehrliches Soul Food, das alle an den Tisch zieht.

13. Dezember

Wenn draußen der Wind an den Fenstern rüttelt und der Dezember sich aufführt wie ein dementorengeküsster Montag, dann hilft nur ein Getränk, das offiziell aus Hogsmeade stammen könnte.

Und weil ich als überzeugter Potterhead genau weiß, wie sehr ein richtig gutes Butterbier die Laune hebt, verrate ich euch heute das sagenumwobene Rezept. Wärmend, süß, cremig und irgendwie magisch.

Zutaten:
  • 500ml Milch
  • 50ml Sahne
  • eine Vanilleschote
  • ½TL Zimt
  • ½TL Kakaopulver
  • ½ Päckchen Vanillezucker
  • 250ml Malzbier
  • Schlagsahne
Anleitung:
  • Milch, Sahne, Vanilleschote, Zimt, Kakaopulver und Vanillezucker in einem Topf verrühren und einmal aufkochen lassen.
  • Hitze reduzieren, das Malzbier zugeben und nochmal kurz erwärmen.
  • Heiß servieren und mit ordentlich Schlagsahne krönen.

Und falls ihr das Butterbier nachkocht, schreibt’s mir.
Ich komm vorbei, schnapp mir einen Becher und tu so, als wär ich kurz in Hogsmeade.

10. Dezember

Wo wären wir nur, ohne Basteln im Advent? Wir basteln jedes Jahr neue Weihnachtsdekorationen für den Christbaum, weil der offensichtlich noch nicht bunt und chaotisch genug ist.

Als das Kind noch kleiner war, brauchte es natürlich etwas richtig Einfaches. Kein Schneiden, kein beißender Kleber, nichts woran man erstickt, und selbstverständlich ungiftig.

Was nutzt man da?

Die Profis wissen’s:

Salzteig, natürlich.

Damit ihr direkt loslegen könnt, hier eine einfache Anleitung, mit der sogar die Jüngsten (oder Ältesten) mitmachen können:

Zutaten:
  • 100g Mehl
  • 50g Salz
  • 1 TL Öl
  • 80ml Wasser
Anleitung:

Alles gut miteinander verkneten, kurz ruhen lassen und dann nochmal kräftig durchkneten.

Der Teig lässt sich wunderbar zu kleinen Kunstwerken verarbeiten.
Und falls jemand auf die Idee kommt, zu probieren: keine Sorge, der Salzschock erledigt das Thema ganz von selbst. Ein Getränk in Reichweite kann nicht schaden.

Wenn Christbaumschmuck, Räucherhäuschen oder Fantasiegebilde fertig geformt sind, kommen sie bei 160°C in den Ofen, bis sie eine schöne Farbe haben.

Die Backzeit hängt von der Dicke der einzelnen Stücke ab.

Nach dem Auskühlen kann bemalt werden — Wasserfarbe, Fingerfarbe, alles geht. Die Größeren dürfen natürlich zu was Anspruchsvollerem greifen.

Wichtig für später: unbedingt trocken lagern!
Unsere ersten Meisterwerke aus dem zarten Einjährigen-Alter sind bei einem Wasserschaden allein durch die Luftfeuchtigkeit zerbröselt.
Aber gut — das ist natürlich die perfekte Ausrede, noch mehr zu basteln.

9. Dezember

Weihnachtslied

Theodor Storm
Vom Himmel in die tiefsten Klüfte
Ein milder Stern herniederlacht;
Vom Tannenwalde steigen Düfte
Und hauchen durch die Winterlüfte,
Und kerzenhelle wird die Nacht. 

Mir ist das Herz so froh erschrocken,
Das ist die liebe Weihnachtszeit!
Ich höre fernher Kirchenglocken
Mich lieblich heimatlich verlocken
In märchenstiller Herrlichkeit.

Ein frommer Zauber hält mich wieder,
Anbetend, staunend muß ich stehn;
Es sinkt auf meine Augenlider
Ein goldner Kindertraum hernieder,
Ich fühl’s, ein Wunder ist geschehn.

8. Dezember

Heiße Schokolade

Am 8. Dezember darf es offiziell gemütlich werden. Draußen ist es kalt, drinnen flackern Kerzen, und nichts passt besser in diesen Tag als eine Tasse richtig gute, cremige heiße Schokolade. Kein Pulver, keine Abkürzungen – nur echte Zutaten, die nach Winter und Zuhause schmecken.

Hier ist unser Familienrezept, das jedes Jahr wieder auf den Tisch kommt und zuverlässig alle beruhigt, die gerade ein bisschen zu viel Dezember in den Knochen haben.


Zutaten:
  • 200 ml Milch
  • 200 ml Sahne
  • 75 g gehackte Zartbitterschokolade
  • 1 aufgeschlitzte Vanilleschote
  • 2 TL Zucker
  • Kakaopulver
  • Minimarshmallows
  • geschlagene Sahne
Zubereitung:

Milch, Sahne, Schokolade, Vanille und Zucker in einem Topf unter ständigem Rühren erhitzen, bis die Schokolade vollständig geschmolzen ist.

In Tassen füllen, Sahne daraufgeben, mit Marshmallows verzieren und mit Kakaopulver bestäuben.

Heiß trinken und ins wohlige Schokokoma fallen.

Diabetic Amour Fou

Es klingt nach Liebe, die so verrückt ist, dass sie dir im wahrsten Sinn des Wortes den Zucker hochtreibt.

Und genau das ist es auch.

Wenn es bei mir Schokoladenkuchen gibt, dann ist es Schokoladenkuchen. Kein „fügen Sie einen Esslöffel Kakaopulver hinzu“, sondern ein sinnevernebelndes, insulinspaltendes Stück essbare Liebe.

Ich empfehle den Genuss in Maßen – oder in Massen? Rechtschreibung war noch nie meine Stärke.

Zutaten
  • 200 g Zartbitterschokolade (je höher der Kakaoanteil, desto schokoladiger)
  • 100 g Vollmilchschokolade
  • 200 ml Sahne
  • 100 g Butter
  • 6 Eier
  • 300 g Zucker
  • 200 g Mehl
  • Salz
  • 4 TL Backpulver
  • Chilipulver
  • 25 kg Schokostreußel, Zuckerglitzer und Fondantdeko (geschätzt – die Verzierung übernimmt hier das Kind)
Zubereitung

So lasset uns beginnen mit diesem obszönen Schokoladenaphrodisiakum:

  1. Den Backofen auf 160 °C Heißluft bzw. 180 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Form einfetten und mit Trinkschokoladenpulver bestäuben. Die Menge reicht locker für eine Tortenform. Nutze die Macht. Jetzt ist es eh zu spät, auf Kalorien zu achten.
  2. 100 g der Zartbitterschokolade mit der Butter im Wasserbad schmelzen.
  3. Eier mit dem Zucker schaumig schlagen. Mehl, Backpulver und 1–2 Prisen Salz unterrühren.
  4. Die leicht abgekühlte Schokobutter mit der Teigmasse verrühren und in die Form gießen. 40–45 Minuten backen.
Die Creme

Während der Kuchen im Ofen ist:

  1. Die übrigen 100 g Zartbitterschokolade mit der Sahne aufsetzen. Schokolade schmelzen lassen und mit Chilipulver sowie einer weiteren Prise Salz abschmecken.
  2. Falls zu bitter: mit etwas Zucker nachsüßen. Aber denk dran – es geht um den Schokoladengeschmack, nicht die Süße.
  3. Wenn die Creme so gut ist, dass du sie am liebsten auslöffeln würdest, stell sie schnell beiseite zum Abkühlen. Finger weg, sonst reicht es später nicht mehr.
Der Zusammenbau

Nach ca. 45 Minuten Backzeit: Stäbchentest. Stecke einen Holzspieß oder Zahnstocher in den Kuchen – wenn nichts mehr klebt, darf er raus. Auf einem Gitter auskühlen lassen.

Dann den Kuchen wie eine Frühstückssemmel in der Mitte durchschneiden. Untere Hälfte mit der Schokosahne bestreichen, obere Hälfte wieder draufsetzen.

Nun die Vollmilchschokolade einschmelzen und über den ganzen Kuchen verteilen.

Und jetzt der Höhepunkt: Die Kinder loslassen. Sie werden den Kuchen mit so viel Zuckerkram überziehen, dass du besser später abklopfst, was nicht von allein kleben bleibt. Diabetisch wird er so oder so.

Meine geneigte Leserschaft, mir bleibt nur zu sagen: Genießt es! Fangt mit kleinen Stücken an – nicht, dass ihr am Ende wie Liliane endet.

Dattelaufstrich

Ich liebe kochen, backen – und natürlich am meisten: essen.

Ein Rezept, das sich dabei ganz nach vorne geschlichen hat und inzwischen zu meinen absoluten Favoriten gehört, ist dieser Dattelaufstrich. Abgeschwatzt von einer Freundin, seitdem im Dauereinsatz: egal ob Party, Mädelsabend, Brunch oder Ausflug – er kommt immer gut an. Und das Beste: Er ist in wenigen Minuten fertig.

Zutaten

  • 150g entsteinte Datteln*
  • eine Knoblauchzehe (oder mehr – ganz nach Geschmack)
  • 300g Frischkäse
  • 200g Schmand
  • 2 TL Curry
  • 1/4-1/2 TL Salz
  • 3 Prisen Cayenne-Pfeffer

Zubereitung

👉 Wer, wie ich, über eine Küchenmaschine verfügt, kann es sich ganz einfach machen und die Zutaten zusammen dort hinein kippen – kleinhacken und mischen. Fertig!

👉 Wer wie ich, die Küchenmaschine nie nutzt, oder keine hat, hackt die Datteln und Knoblauchzehe klassisch mit einem Küchenmesser klein und schüttet alle Zutaten in eine Rührschüssel. Nun nur noch so lange rühren, bis eine schön einheitliche Masse entsteht.

Serviervorschläge

Am besten schmeckt der Aufstrich klassisch auf Brot – aber auch als Dip für Brotstangerl oder (Geheimtipp) zu leckeren Tortilla-Chips*. Bei uns zuhause ist er mittlerweile Pflichtprogramm bei jedem Buffet.


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