7. Rauhnacht: 31. Dezember

Juli · Öffnung für das Neue & Loslassen

Die siebte Rauhnacht steht symbolisch für den Juli.
Für Öffnung, Weite und das bewusste Loslassen dessen, was nicht mit ins neue Jahr gehört.

Beginne den Tag mit einem Eintrag in dein Notizbuch.
Notiere deine Träume oder die Gedanken und Gefühle, die beim Aufwachen präsent waren.
Gerade an diesem Tag zeigen sie oft sehr klar, was bleiben darf – und was gehen will.

Eine Räucherung kann auch heute den Übergang in den Tag begleiten.
Nicht, um das Alte zu vertreiben, sondern um Raum für das Neue zu öffnen.

Der Juli steht für Fülle.
Plane deshalb für das Silvesteressen etwas Großes, Sättigendes.
Nicht aus Überfluss, sondern als Zeichen von Vertrauen: Es wird genug sein.

Im Laufe des Tages darfst du etwas zurückgeben.
Lege Brotstücke unter Obstbäume oder hänge Äpfel in die Zweige, damit sie im kommenden Jahr gut tragen.
Es geht nicht um das Wie, sondern um die Haltung: Nehmen und Geben gehören zusammen.

Auch die Tiere gehören in diese Rauhnacht.
Gib ihnen eine Extraportion – den Haustieren wie auch den Wildtieren, wenn es möglich ist.
Sorge ist kein Verlust. Sie kehrt zurück.

Bevor der Abend beginnt, schaffe noch einmal Ordnung.
Keine Grundreinigung, kein Perfektionismus.
Nur so viel, dass du spürst: Diese Unordnung nehme ich nicht mit ins neue Jahr.

Am Abend folgt das Feuerritual.

Schreibe deine Wünsche auf kleine Zettel.
Wähle bewusst, was du dem Feuer übergibst.
Wenn die Zettel brennen, richte deine Aufmerksamkeit auf den Wunsch und auf den Rauch.
Werde still. Lass dich nicht treiben.
Das Feuer nimmt auf, was klar formuliert wurde.

Wenn es sich gut anfühlt, beende auch diesen Tag mit einem Eintrag in dein Notizbuch:

  • Was hast du heute losgelassen?
  • Wofür hast du Raum geschaffen?
  • Wie hat sich der Übergang angefühlt?

Vielleicht findest du auch heute einen kleinen Gegenstand, der diesen Tag für dich symbolisiert und deinem Notizbuch beigelegt werden möchte.

6. Rauhnacht: 30. Dezember

Juni · Bereinigen, Loslassen & Verzeihen

Die sechste Rauhnacht steht symbolisch für den Juni.
Für Bereinigung, Loslassen und für das Verzeihen – anderen gegenüber und dir selbst.

Beginne den Tag wie an den vorherigen Rauhnächten mit einem Eintrag in dein Notizbuch.
Notiere dir deine Träume oder die Gedanken und Gefühle, die beim Aufwachen präsent waren.
Oft zeigen sie, was noch festhält – oder was bereit ist zu gehen.

Eine Räucherung kann auch heute den Übergang in den Tag begleiten.
Nicht als Pflicht, sondern als bewusster Schnitt zwischen gestern und heute.

Diese Rauhnacht führt nach draußen.
Unabhängig vom Wetter.

Geh hinaus und nimm wahr, was dir begegnet:
die Kälte auf der Haut
den Regen
die Sonne
den Wind
den Himmel über dir

Bleib einen Moment stehen.
Nicht, um etwas zu denken, sondern um zu spüren.
Natur klärt, ohne zu erklären.

Im Laufe des Tages darf etwas entstehen, das nährt.

Backe aus dem vorbereiteten Sauerteig kleine Brotringe.
Wenn es sich stimmig anfühlt, kannst du sie leicht räuchern.
Die Brotringe stehen dafür, dass das Brot nicht ausgehen möge –
für Gesundheit, Wohlstand und Versorgung.

Wer einen Brotring isst, nimmt den Segen in sich auf.
Wer ihn bewahren möchte, hängt ihn in die Küche oder in die Stube.

Bereite kleine Kärtchen mit guten Wünschen vor.
Für Nachbarn, Freundinnen, Freunde oder Verwandte.
Geben und Teilen gehören in diese Rauhnacht.

Vergiss dabei dich selbst nicht.
Auch für dich darf ein Brotring da sein.
Auch für dich darf ein Wunsch geschrieben werden.

Der Juni steht für Wachstum.
Und Wachstum braucht Platz.
Verzeihen schafft diesen Platz.

Beende den Tag vor dem Schlafengehen mit einem Eintrag in dein Notizbuch:

  • Was konnte heute losgelassen werden?
  • Wem oder was konntest du verzeihen?
  • Wie hast du dich dabei gefühlt – im Körper, im Herzen?

Vielleicht findest du auch heute einen kleinen Gegenstand, der diesen Tag für dich symbolisiert und deinem Notizbuch beigelegt werden möchte.

5. Rauhnacht: 29. Dezember

Mai · Freundschaft & Selbstliebe

Die fünfte Rauhnacht steht symbolisch für den Mai.
Für Freundschaft, Verbundenheit und die Beziehung zu dir selbst.

Beginne den Tag wie an den vorherigen Rauhnächten mit einem Eintrag in dein Notizbuch.
Notiere dir deine Träume oder die Gedanken und Gefühle, die beim Aufwachen präsent waren.
Oft zeigen sie, wo du in Beziehung stehst – zu anderen und zu dir.

Eine Räucherung kann auch heute den Übergang in den Tag begleiten.
Nicht, um etwas zu verändern, sondern um aufmerksam zu werden für das, was ist.

Diese Rauhnacht lädt dazu ein, auf Unerledigtes zu schauen.
Nicht aus Schuld, sondern aus Verantwortung.

Frage dich im Laufe des Tages:

  • Gibt es Schulden, die offen sind?
  • Geliehenes, das zurückgegeben werden sollte?
  • Versprechen, die noch nicht eingelöst wurden?

Wenn etwas heute erledigt werden kann, tu es.
Wenn nicht, reicht es, es bewusst anzuerkennen und einen realistischen Plan zu machen.
Unerledigtes bindet Energie. Nicht, weil es „falsch“ ist, sondern weil es im Hintergrund ständig Aufmerksamkeit fordert.

Im Mai geht es um Leichtigkeit.
Und Leichtigkeit braucht Klarheit.

Vielleicht zeigt sich heute auch eine Enttäuschung oder ein alter Schmerz.
Etwas, das wehgetan hat oder noch wehtut.
Nimm es wahr, ohne dich darin einzurichten.

Frage dich ruhig und ehrlich:
Was kannst du daraus lernen?
Was hat es dich über dich selbst gelehrt?

Du bist kein Opfer deiner Geschichte.
Du bist jemand, der Erfahrungen gemacht hat – und daraus etwas formen kann.

Als Ausgleich darf heute etwas Kreatives entstehen.
Etwas mit den Händen, ohne Zweck und ohne Bewertung.
Vielleicht bindest du einen Birkenbesen für den Kehraus.
Vielleicht entsteht etwas anderes. Entscheidend ist nicht das Ergebnis, sondern die Zuwendung.

Beende den Tag vor dem Schlafengehen mit einem Eintrag in dein Notizbuch:

  • Was konnte heute abgeschlossen werden?
  • Was bleibt offen – und wie möchtest du damit weitergehen?
  • Wo hast du Freundschaft gespürt? Bei anderen oder bei dir selbst?

Vielleicht findest du auch heute einen kleinen Gegenstand, der diesen Tag für dich symbolisiert und deinem Notizbuch beigelegt werden möchte.

4. Rauhnacht: 28. Dezember

April · Aufbruch & Wandel

Die vierte Rauhnacht steht symbolisch für den April.
Für Aufbruch, Wandel und die Kraft des Neubeginns, die oft leise beginnt.

Dieser Tag trägt zwei Ebenen in sich.
Im kirchlichen Kalender ist es der Tag der unschuldigen Kindlein.
In alten Überlieferungen gehört diese Zeit zugleich in den Umkreis des Wilden Heeres, das von Perchta geführt wird – auch bekannt als Frau Holle. Hüterin der Übergänge, der Seelen, der Ordnung und des Wandels.

Beginne den Tag wie an den vorherigen Rauhnächten mit einem Eintrag in dein Notizbuch.
Halte deine Träume fest oder notiere die Gedanken und Gefühle, die beim Aufwachen da waren.
Gerade an diesem Tag können sie Hinweise auf innere Bewegungen geben.

Eine Räucherung kann den Übergang in den Tag begleiten.
Nicht zur Beschwörung, sondern als bewusster Akt: Ich nehme diesen Tag wahr.

Zu Ehren von Perchta oder Frau Holle kannst du im Laufe des Tages eine kleine Gabe darbringen.
Wenn möglich, lege sie unter einen Hollerstrauch.
Geeignet sind einfache, natürliche Dinge:

  • Äpfel oder Karotten
  • Nüsse
  • getrocknete Rosenblätter
  • bemalte Steine oder Edelsteine
  • oder ein kleiner Brief an die Geisterwelt, an Ahnen, Heilige oder das, was für dich zwischen den Welten steht

Die Gabe ist kein Handel.
Sie ist ein Zeichen von Achtung, Dankbarkeit und Anerkennung des Wandels.

Diese Rauhnacht lädt dazu ein, Übergänge bewusst wahrzunehmen.
Das Alte würdigen, ohne daran festzuhalten.
Dem Neuen Raum geben, ohne es zu erzwingen.

Beende den Tag mit einem Eintrag in dein Notizbuch:

  • Wo spürst du gerade Aufbruch oder Veränderung?
  • Was darf sich wandeln?
  • Was möchtest du behutsam mit ins Neue nehmen?

Vielleicht findest du auch heute einen kleinen Gegenstand, der diesen Tag für dich symbolisiert.

3. Rauhnacht: 27. Dezember

März · Emotionen & innere Bewegung

Die dritte Rauhnacht steht symbolisch für den März.
Für emotionale Themen, für Bewegung nach innen und außen, für das Erwachen dessen, was lange still war.

Beginne den Tag, wenn möglich, mit einem Moment der Aufmerksamkeit.
Notiere dir deine Träume im Notizbuch.
Wenn keine Bilder geblieben sind, halte fest, welche Gedanken oder Gefühle beim Aufwachen präsent waren. Oft sagen sie mehr als ganze Traumsequenzen.

Eine Räucherung kann auch heute den Übergang in den Tag begleiten.
Nicht, um etwas zu erzwingen, sondern um Raum zu öffnen.
Beobachte, was sich zeigt – oder auch, was sich nicht zeigt.

Diese Rauhnacht eignet sich für etwas sehr Bodenständiges:
einen Sauerteig ansetzen.

Mehl, Wasser, Zeit.
Mehr braucht es nicht, damit etwas zu leben beginnt.
Der Sauerteig erinnert daran, dass Entwicklung Geduld braucht und Aufmerksamkeit, aber keinen Druck.

Suche dir im Laufe des Tages einen stillen Ort und richte den Blick nach oben.
Beobachte den Himmel. Die Wolken. Das Licht.
Nicht als Analyse, sondern als Übung im Wahrnehmen.

Der März bringt Bewegung.
Deshalb gilt für diese Rauhnacht:
Tu, wozu dir der Sinn steht – aber tu etwas.
Nicht erstarren, nicht nur konsumieren, nicht vegetieren.
Es muss nichts Großes sein. Entscheidend ist, dass du in Kontakt mit dir bleibst.

Emotionen dürfen heute kommen und gehen.
Du musst sie nicht sortieren, nicht erklären, nicht lösen.
Es reicht, ihnen Raum zu geben.

Beende den Tag mit einem Eintrag in dein Notizbuch:

  • Welche Gefühle waren heute besonders präsent?
  • Gab es innere Bewegung oder Klarheit?
  • Was hat dir gutgetan?

Vielleicht findest du auch heute einen kleinen Gegenstand, der diesen Tag für dich symbolisiert.

2. Rauhnacht: 26. Dezember

Februar · Innere Führung & inneres Licht

Die zweite Rauhnacht steht symbolisch für den Februar.
Für innere Führung, für das leise Wissen darum, was dir guttut – und was nicht.

Beginne den Tag, wenn möglich, bewusst.
Notiere dir nach dem Aufwachen deine Träume im Notizbuch.
Falls du dich nicht erinnerst, halte stattdessen fest, welche Gedanken und Gefühle beim Aufwachen da waren. Auch das ist eine Form innerer Stimme.

Wie an den anderen Rauhnächten kann eine Räucherung den Tag begleiten.
Nicht als Pflicht, sondern als Zeichen: Jetzt beginnt etwas Eigenes.
Beobachte den Rauch. Das Licht. Die Stille.

Diese Rauhnacht ist den Vorfahren gewidmet.

Du kannst ihnen auf unterschiedliche Weise gedenken:

  • bei einem Besuch auf dem Friedhof
  • mit einer Kerze zu Hause
  • beim Betrachten alter Familienfotos
  • durch das Zeichnen oder Studieren eines Stammbaums

Du musst deine Ahnen nicht gekannt haben, um ihnen zu danken.
Es reicht zu wissen: Ohne sie wärst du nicht hier. Nicht mehr. Nicht weniger.

Wenn du magst, sprich mit ihnen, als wären sie anwesend.
Sag Dank. Stell Fragen. Sag auch, was schwer war. Oder was dich ärgert.
Alles darf da sein.

Im weiteren Verlauf des Tages kannst du den Blick auf dein eigenes Leben richten.
Auf das vergangene Jahr – und, wenn es sich stimmig anfühlt, auch auf frühere Abschnitte.
Nicht, um zu urteilen. Sondern um innerlich Frieden zu schließen.

Diese Rauhnacht eignet sich besonders für Vergebung.

  • anderen gegenüber
  • dir selbst gegenüber
  • und auch für das Bitten um Verzeihung

Das muss nicht persönlich geschehen.
Du kannst Gedanken oder Namen aufschreiben und den Zettel anschließend verbrennen.
Nicht als Drama, sondern als Zeichen des Loslassens.

Als Ausgleich darf heute etwas Kreatives entstehen.
Schnitzen, malen, schreiben, formen – etwas, das aus deinen Händen kommt und nichts leisten muss.

Wenn es etwas Unerledigtes gibt, das sich heute gut abschließen lässt, ist dies ein passender Moment dafür. Klein reicht. Vollständig zählt mehr als groß.

Beende den Tag wie gewohnt mit einem Eintrag in dein Notizbuch:

  • Was hat sich heute gezeigt?
  • Welche Erinnerungen oder Gefühle waren präsent?
  • Gab es einen Moment von innerem Licht oder Klarheit?

Vielleicht findest du auch heute etwas, das diesen Tag symbolisiert und deinem Notizbuch beigelegt werden möchte.

1. Rauhnacht: 25. Dezember

Januar · Neubeginn & Abschluss

Die erste Rauhnacht steht symbolisch für den Januar.
Für Anfänge – und für den bewussten Abschluss dessen, was hinter dir liegt.

Traditionell beginnt diese Nacht mit einer Räucherung der Wohnung, des Hauses oder der Ställe. In alten Überlieferungen sollte der Rauch schützen, reinigen und das Alte verabschieden.
Unabhängig davon, woran du glaubst, ist das Räuchern vor allem eines: eine Einladung zur Stille.

Beobachte den Rauch.
Wie er sich bewegt, verzieht, verschwindet.
Vielleicht erkennst du nichts Konkretes. Vielleicht taucht ein Gedanke auf. Beides ist richtig.

Äußere Unordnung wirkt oft nach innen.
Deshalb gehört zu dieser Rauhnacht auch ein schlichtes, ehrliches Aufräumen. Kein Großputz. Kein Perfektionismus.
Nur so viel, dass du spürst: Hier darf etwas neu beginnen.

Nach der äußeren Reinigung folgt die innere.

Nimm dir Zeit, die kommenden Tage bewusst zu betrachten.
Was möchtest du in den Rauhnächten pflegen oder vertiefen?
Mögliche Begleiter können sein:

  • Affirmationen
  • ein kleiner Medizinbeutel
  • Räuchermischungen
  • Zeit in der Natur
  • Meditation oder stille Momente

Wähle wenig. Und wähle passend für dich.

Zum Abschluss des Tages notiere dir vor dem Einschlafen einige Gedanken in deinem Rauhnächte-Notizbuch:

  • Warst du heute draußen in der Natur?
  • Welche Gedanken oder Gefühle waren präsent?
  • Wie ging es deinem Körper?
  • Ist dir etwas Besonderes aufgefallen?

Vielleicht findest du heute auch einen kleinen Gegenstand, den du deinem Notizbuch beilegen möchtest.
Etwas, das diesen Tag für dich symbolisiert.

Die Rauhnächte – Gemeinsam durch die Zeit zwischen den Jahren

Die Zeit zwischen den Jahren ist eine besondere Zeit.
Heute besteht sie oft aus einer Mischung aus Familienbesuchen, gutem Essen, Herumliegen und diesem merkwürdigen Gefühl von Leerlauf.
Dazwischen kurze Aufregung, wenn einem einfällt, dass man noch kein Geschenk für Onkel Ralf hat oder plötzlich für eine Silvesterfeier zugesagt wurde.

Für unsere Ahnen war diese Zeit mehr als nur ein Übergang im Kalender.
Sie galt als Schwellenzeit. Als Phase zwischen dem Alten und dem Neuen, in der das Gewohnte stillsteht und sich der Blick weitet. Die Grenzen zur Anderswelt galten als dünn, das Unsichtbare als näher.

Ob man daran glaubt oder nicht, ist zweitrangig.

Die Rauhnächte laden dazu ein, den Blick vom Außen nach innen zu richten.
Zur Ruhe zu kommen. Wahrzunehmen. Loszulassen, was nicht mit ins neue Jahr soll.
Du musst nicht an Geister oder Zeichen glauben, um dir selbst zuzuhören.

Dieser Rauhnächtekalender ist eine Einladung zu einer zwölfnächtigen Reise durch das symbolische Jahr der Rauhnächte.
Mit Impulsen für Achtsamkeit, Naturverbundenheit und Gemeinschaft.
Ohne Druck. Ohne richtig oder falsch. In deinem Tempo.

Wenn du tiefer in die Hintergründe der Rauhnächte eintauchen möchtest, empfehle ich dir von Herzen das Buch „Rauhnächte – Die geheimnisvolle Zeit zwischen den Jahren“ von Elfie Courtenay.*


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Danke! 💚

24. Dezember

Dieser Adventskalender war für uns mehr als nur Bilder und Tage.
Er war Begegnung, Austausch, Lächeln – und manchmal auch Innehalten.

Der Pfauenhof steht für Menschlichkeit, Nähe und echtes Miteinander.
Dieser Adventskalender war ein kleines Stück davon.

Danke, dass ihr dabei wart.
Danke für euer Vertrauen, eure Zeit und eure Offenheit.

Wir wünschen euch ruhige, kraftvolle Feiertage
und einen Jahreswechsel, der euch gut behandelt.

Danke, dass ihr diesen Weg ein Stück mit uns gegangen seid.

Schön, dass es euch gibt.

23. Dezember

Später erzählen sie von Engeln.
Ich erinnere mich an Kälte.

Wir hatten keinen Platz.
Nicht, weil wir zu stolz waren oder zu wählerisch.
Sondern weil Platz immer denen fehlt, die ihn am dringendsten brauchen.

Ich habe nicht gebetet, dass es schön wird.
Ich habe geschaut, dass es reicht.
Dass das Kind warm liegt.
Dass wir bleiben können.

Tiere waren da.
Menschen auch.
Kein Komfort, aber Verantwortung.

Weihnachten wird gern als Wunder erzählt.
Für mich war es Arbeit.
Und die Entscheidung, nicht zu warten, bis jemand anderes Platz macht.

Vielleicht beginnt genau dort etwas, das trägt.
Nicht im Glanz.
Sondern im Aushalten.
Im Dableiben.
Im Sorgen.